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Colton Herta fährt 2026 vier FP1 für Cadillac

Cadillac macht Colton Herta 2026 zum festen Teil seines Formel-1-Aufbauprogramms: Der 26-Jährige wird alle vier vorgeschriebenen Rookie-FP1-Einsätze für das Team fahren. Sein erster offizieller Wochenendauftritt in der Formel 1 ist für den Grand Prix von Spanien in Barcelona im Juni angesetzt, während Valtteri Bottas und Sergio Pérez in diesen Trainings laut Cadillac pausieren werden.

Damit bekommt Herta nicht nur seinen ersten Einsatz in einem Formel-1-Wochenende überhaupt. Cadillac bindet den Amerikaner auch direkt in das komplette Rookie-Programm des Jahres ein. Die drei weiteren Freitagstrainings will das Team nach eigenen Angaben erst später bestätigen.

Cadillac erklärte, dass sich Herta 2026 in erster Linie auf seine Saison in der Formel 2 konzentrieren wird und parallel als Testfahrer für das neue Formel-1-Team arbeitet. Die FP1-Einsätze sind laut dem Team Teil der vorgeschriebenen Rookie-Quote, die jedes Team im Verlauf einer Saison erfüllen muss.

Herta, Cadillac-Testfahrer und Formel-2-Pilot, sagte in einem Teamstatement zur Ankündigung: „Ich kann es kaum erwarten, zum ersten Mal am Steuer des Cadillac-Formel-1-Autos zu sitzen. Ich freue mich darauf, eng mit dem Team in einem vollständigen Grand-Prix-Umfeld zu arbeiten und bin voll darauf fokussiert, bei jedem Einsatz zu lernen. Ich hoffe, dass ich zum gesamten Rennwochenende beitragen und dem Team, Checo und Valtteri so gut wie möglich helfen kann.“

Für Herta läuft das Programm parallel zu seinem Versuch, sich über die Formel 2 die Voraussetzungen für eine Superlizenz zu erarbeiten. Genau dort soll sein Schwerpunkt nach Darstellung von Cadillac auch bleiben. Die FP1-Termine geben ihm trotzdem vier direkte Einsätze im Grand-Prix-Betrieb, und zwar in einer Saison, in der das Team sein Personal und seine Abläufe weiter aufbaut.

Graeme Lowdon, Cadillac-Teamchef, bezeichnete Herta in einem Teamstatement als „ein Spitzentalent“. Lowdon sagte in demselben Teamstatement, Herta habe das nicht nur mit einem beeindruckenden Lebenslauf aus der IndyCar bewiesen, sondern auch mit einem starken Start in seine Formel-2-Saison. Die vier Rookie-FP1s seien für ihn „der natürliche nächste Schritt in seiner Rolle als Testfahrer“, sagte Lowdon, der laut Teamstatement nun sehen will, was Herta „in Bezug auf Entwicklung und Fokus“ einbringen kann.

Auch Dan Towriss stellte das Programm klar in den größeren Teamaufbau. Towriss, Cadillac-CEO, sagte in einem Teamstatement, Herta habe sich „diese Chance wirklich verdient“. Die Sessions seien „eine wertvolle Gelegenheit für ihn, sich ins Team zu integrieren, seine Fähigkeiten am Steuer und abseits der Strecke weiterzuentwickeln und ein Grand-Prix-Wochenende von innen kennenzulernen“, sagte Towriss in dem Teamstatement.

Cadillac hat damit festgelegt, wie es seine vier Rookie-Trainings 2026 besetzen will. Und Herta bekommt genau die Art von offizieller Formel-1-Streckenzeit, die in seinem Übergang von der IndyCar über die Formel 2 in Richtung Grand-Prix-Szene zählt.