© Jonathan Borba

Colton Herta bleibt bei Cadillac im Blickfeld

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Cadillac setzt Colton Herta am Freitag im ersten Freien Training zum Großen Preis von Ungarn im MAC-26 von Valtteri Bottas ein, doch der Amerikaner ist trotz seiner wachsenden Rolle im Formel-1-Programm weiter von einem Stammcockpit entfernt, weil ihm noch die nötigen Superlizenz-Punkte fehlen.

Für Herta ist es der zweite FP1-Einsatz der Saison 2026. Sein Debüt an einem Formel-1-Wochenende für Cadillac hatte er vor sechs Wochen in Barcelona gegeben, als er das Auto von Sergio Pérez übernahm. In Budapest ersetzt er nun Bottas, parallel zu seinem eigenen Einsatzprogramm in der Formel 2 mit Hitech.

Gerade darin liegt der Widerspruch seiner aktuellen Situation. Cadillac hält Herta sichtbar im eigenen Aufbauprogramm, doch für ein Vollzeitcockpit in der Formel 1 fehlen ihm weiterhin sechs Punkte. Herta steht derzeit bei 34 Superlizenz-Punkten, die FIA verlangt 40. Um die fehlenden Zähler über die Formel 2 zu holen, muss er die Saison mindestens auf Rang acht der Gesamtwertung beenden. Nach acht Rennwochenenden liegt er aber nur auf Platz 16.

Herta machte selbst klar, wie er den Budapest-Einsatz einordnet. Colton Herta sagte vor dem Wochenende, es sei „sehr aufregend, noch einmal eine Chance im FP1 zu bekommen“. Zugleich betonte er, dass es zwar „eine gute Gelegenheit“ sei, weiter Erfahrung zu sammeln, „das ultimative Ziel“ aber natürlich bleibe, „dem Team bei seiner Entwicklung zu helfen“.

Dabei erwartet ihn in Ungarn ein anderes Auto als noch bei seinem ersten Einsatz. „Es ist sechs Wochen her, seit ich das letzte Mal im Auto saß, und in dieser Zeit hat es viel Entwicklung gegeben“, sagte Herta.

Seine Aufgabe gehe deshalb über reine Kilometer hinaus. Er solle den Stammpiloten helfen, „einen so starken Großen Preis von Ungarn wie möglich“ zu fahren, sagte Herta, gleichzeitig aber auch Rückmeldungen liefern, die Cadillac bei den langfristigen Entwicklungszielen helfen und ihm selbst „eine bessere Basis“ für künftige Einsätze geben.

Der FP1-Auftritt hält Herta damit zwar im direkten Umfeld des Teams präsent und unterstreicht Cadillacs Vertrauen in ihn als amerikanischen Entwicklungspiloten. An seiner kurzfristigen Ausgangslage ändert er aber wenig: Solange der Rückstand in der Superlizenz-Frage nicht aufgeholt ist, bleibt der Weg zu einem festen Formel-1-Sitz blockiert.

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