© Eterna

Colapinto muss 2027-Cockpit bei Alpine weiter verdienen

Franco Colapinto hat sich 2026 bei Alpine deutlich gesteigert, doch sein Formel-1-Cockpit für 2027 ist laut Team-Geschäftsführer Steve Nielsen weiter an klare Bedingungen geknüpft: Leistung allein entscheidet.

Nielsen machte in Silverstone deutlich, dass Alpine trotz der Fortschritte des Argentiners keine Garantien geben will. „Wenn er gut genug ist, wird er bleiben, und wenn nicht, gibt es eine bessere Option. So ist die Formel 1“, sagte Steve Nielsen, Geschäftsführer von Alpine. Zuvor hatte er erklärt, Colapinto habe etwas Zeit gebraucht, komme aber immer besser in Fahrt und das Team werde „wenn die Zeit kommt“ seine Entscheidung treffen.

Sportlich hat Colapinto seinen Fall in diesem Jahr deutlich gestärkt. Nach neun Saisonrennen stand er fünfmal in den Punkten, sein bestes Ergebnis war Platz sechs in Montreal. Nielsen sieht ihn inzwischen auf einem Niveau, auf dem er mit Pierre Gasly um Positionen kämpfen kann, statt nur hinterherzufahren.

Das ist ein klarer Kontrast zu Colapintos erstem Abschnitt bei Alpine. Er kam 2025 als Ersatz für Jack Doohan für die letzten 18 Saisonrennen ins Team, tat sich nach Nielsens Darstellung aber schwer, machte kostspielige Fehler und lag im Renntrimm häufig klar hinter Gasly. Trotzdem hielt Alpine an ihm fest und gab ihm das Stammcockpit für 2026.

Nielsen begründete diese vorsichtige Bewertung auch mit dem damaligen Material. Der Alpine von 2025 sei „eines der schwächsten Autos im Feld“ gewesen, wodurch sich Colapintos tatsächliches Niveau nur schwer sauber bewerten ließ. Entscheidend aus Sicht des Teams ist nun, dass sich vor allem seine Konstanz im Rennen verbessert hat und er Gaslys Tempo deutlich öfter halten kann.

Damit bleibt Colapintos Aufschwung zwar eine Bestätigung für Alpines Entscheidung, ihn nach dem schwierigen Debüt weiterfahren zu lassen. Gleichzeitig zeigen Nielsens Aussagen, dass der Argentinier teamintern weiter unter Beobachtung steht, während Gasly mit 42 WM-Punkten die klare Referenz und die sichere Größe im Alpine-Aufgebot bleibt.