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Cadillac bewertet Herta nicht nach F2-Ergebnissen

Cadillac will Colton Hertas Eignung für ein künftiges Formel-1-Cockpit vor allem an seiner Arbeit im eigenen F1-Programm messen und deutlich weniger an seinen bisherigen Ergebnissen in der Formel 2. Das sagte TWG-Motorsports-CEO Dan Towriss mit Blick auf Hertas Entwicklung als Testfahrer des US-Teams.

Herta verließ die IndyCar-Serie Ende 2025 und schloss sich Cadillac als Test- und Entwicklungsfahrer an. Parallel zu seinem Formel-2-Programm mit Hitech, das ihm vor allem helfen soll, die Strecken des 2026er Kalenders kennenzulernen, arbeitet er im F1-Simulator des Teams, ist in der Garage eingebunden und absolviert ein Trainingsprogramm in Formel-1-Autos.

Auf dem Papier fällt seine F2-Saison bislang jedoch unspektakulär aus. Zur Saisonhalbzeit liegt Herta laut GrandPrix.om mit 20 Punkten auf Rang 17 der Fahrerwertung unter 22 Piloten. Sein Hitech-Teamkollege Rihito Miyata steht mit 30 Punkten auf Platz 11.

Towriss machte aber klar, dass Cadillac diese Zahlen nicht als entscheidenden Maßstab betrachtet. „Für Colton ging es vor allem ums Lernen, darum, hierherzukommen und Strecken und Reifen kennenzulernen, und genau das passiert“, sagte Dan Towriss, CEO von TWG Motorsports, laut RACER. „Es gab ein paar Unebenheiten mit dem Team, die Ergebnisse waren nicht so gut, wie wir es uns erhofft hatten, aber ich denke, das war zu erwarten und ist auch einfach die Art, wie Formel 2 funktioniert, und, ganz offen, wo Hitech im Moment steht.“

Wichtiger ist für Cadillac, was Herta im direkten F1-Umfeld zeigt. Seinen ersten Einsatz in einem aktuellen Formel-1-Auto in einer Freitagstrainingssession absolvierte er bereits in Barcelona beim Grand Prix von Spanien. Der nächste FP1-Einsatz ist in Ungarn geplant, dazu kommen zwei weitere Freitagseinsätze im Jahr 2026.

Towriss sagte, Herta habe in seiner ersten Freien Trainingssitzung „alles getan, was das Team von ihm verlangt hat“. Genau aus diesen Einsätzen, ergänzt durch die Simulatorarbeit und seine Präsenz im Teamumfeld, will Cadillac die Grundlage für die Beurteilung seiner Formel-1-Reife aufbauen. Vor dem nächsten FP1 in Ungarn bedeutet das, dass Hertas Weg Richtung F1 für Cadillac weniger über die F2-Tabelle als über den wachsenden Nachweis seiner Arbeit im eigenen Programm führt.