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BYD bremst F1-Gerüchte mit klarer Bedingung

BYD hat Spekulationen über einen Einstieg in die Formel 1 vorerst deutlich abgekühlt: Der Konzern hat nach eigenen Angaben kein aktuelles F1-Projekt und würde sich nur dann mit der Serie befassen, wenn die Regeln nach 2030 eine Rolle als relevanter Technologiepartner ermöglichen.

Den klarsten Dämpfer setzte Stella Li, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Executive Vice President von BYD, bei Gesprächen mit spanischen Medien einschließlich Soy Motor beim Goodwood Festival of Speed. Auf die Frage nach einem F1-Einstiegsplan sagte sie: „Nein, ein solches Projekt gibt es nicht.“ Li schob direkt nach: „Ich habe gesagt, es gibt keine Pläne. Träume gibt es immer, aber es gibt keine konkreten Zeitpläne.“

Damit steht die öffentliche Linie von BYD im Kontrast zu den monatelangen Gerüchten über einen möglichen Vorstoß in die Formel 1. Alfredo Altavilla, Sonderberater von BYD, machte deutlich, dass das Unternehmen einen Einstieg nicht als reine Marketingmaßnahme betrachten würde. „Wir werden niemals in die Formel 1 einsteigen, nur um einen Sticker an die Seite eines Autos zu kleben“, sagte er laut Soy Motor. „Es gibt bessere Wege, dieses Geld zu investieren.“

Entscheidend ist für BYD laut Altavilla der technische Nutzen. Er sagte, das Unternehmen ziehe die Formel 1 nur in Betracht, wenn „unsere Technologie den Zielen der Formel 1 dienen kann“. Zugleich stellte er klar, dass BYD „nicht an der Diskussion über die neuen Regeln für 2030 beteiligt“ sei.

Gerade diese Regelfrage ist der zentrale Punkt. Im Fahrerlager wird über Antriebsregeln für die Zeit nach 2030 diskutiert, wobei laut den vorliegenden Berichten ein Konzept mit V8-Motoren und geringerem Hybridanteil im Raum steht. Diese Richtung könnte die Chancen auf ein komplettes Werksteam von BYD eher senken, würde aber eine technologisch definierte Partnerschaft nicht ausschließen.

Genau dort zieht Altavilla die Grenze. „Wenn wir einen Weg finden, Technologiepartner der Formel 1 zu werden, könnten wir interessiert sein“, sagte er. Dann müsse man eine Lösung finden. „Aber das ist die Voraussetzung. Schauen wir also, wie sich diese neuen Regeln entwickeln.“ Für BYD hängt jede ernsthafte Annäherung an die Formel 1 damit vor allem davon ab, ob die nächste Regelformel dem Unternehmen überhaupt eine technisch sinnvolle Rolle eröffnet.