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Button glaubt nicht an Verstappen-Sabbatical

Jenson Button, Formel-1-Weltmeister von 2009, glaubt nicht, dass Max Verstappen eine Auszeit von der Formel 1 nehmen und später zurückkehren würde. Gegenüber Sky F1 sagte Button stattdessen, dass ein Abschied des Red-Bull-Fahrers eher endgültig wäre: „Persönlich wirkt er auf mich nicht wie der Typ für ein Sabbatical. Entweder er fährt Rennen oder er fährt keine Rennen.“

Damit ordnet Button die wachsenden Spekulationen um Verstappens Zukunft klar ein. Der Niederländer hat zuletzt offen Zweifel an der Richtung der Formel 1 geäußert, vor allem mit Blick auf das Reglement ab 2026. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht der stärkere Einfluss der Batterie-Nutzung im Antriebsstrang bei der künftigen, annähernd 50:50 aufgeteilten Leistung zwischen Verbrenner und elektrischer Energie.

Für Button spricht genau das gegen die Idee einer bloßen Pause. „Wenn er aufhören und etwas anderes machen will, ist das auch schön“, sagte er. „Ich glaube, das wird seine letzte ‚Karriere‘ in der Formel 1 sein. Ich glaube nicht, dass er ein Jahr aussetzt und dann zurückkommt. Das ist nicht der Max, den ich kennengelernt habe.“

Zusätzliche Brisanz bekommt das Thema durch Red Bulls sportliche Lage. Nach den ersten drei Rennwochenenden steht das Team noch ohne Podestplatz da und kämpft nicht um die Spitzenpositionen, was für Verstappen ein ungewohntes Bild ist. Button sieht darin einen zentralen Grund, warum der Weltmeister auf dem Fahrermarkt weiter im Fokus steht. „Max wird immer im Mittelpunkt stehen, weil er in einem Auto sitzt, das im Moment nicht performt“, sagte er. „Wir sind es gewohnt, ihn vorne zu sehen, und das ist gerade nicht der Fall.“

Auch der bestätigte Wechsel von Gianpiero Lambiase zu McLaren ab 2028 hat die Debatte neu angefacht. Lambiase arbeitet seit Verstappens Red-Bull-Beförderung 2016 als sein Renningenieur. Button verwies darauf, dass Verstappen erst kurz vor dieser Nachricht gesagt habe, er könne sich nicht vorstellen, ohne Lambiase an seiner Seite zu fahren. Zugleich bremste Button direkte Schlüsse aus dem Personalwechsel noch ab: „Aber es ist 2028, das ist noch zwei Jahre hin, also werden wir sehen.“

Gerade deshalb dürfte Verstappens Zukunft in den kommenden Monaten eines der prägenden Themen im Fahrerlager bleiben. Wenn seine Zweifel am 2026er-Reglement anhalten und Red Bull sportlich nicht an die Spitze zurückkehrt, geht Button nicht von einer Zwischenpause aus, sondern von der Möglichkeit eines endgültigen Ausstiegs.