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Briatore nennt Alpine-Anteilspreis viel zu hoch

Flavio Briatore hat den kolportierten Verkaufspreis für den 24-Prozent-Anteil von Otro Capital an Alpine scharf kritisiert und die Bewertung von rund 700 Millionen Euro als „völlig verrückt“ und „zu hoch“ bezeichnet. Zugleich stellte der Alpine-Executive-Advisor klar, dass die Angelegenheit nicht vom Rennteam, sondern von Renault als Mehrheitsgesellschafter entschieden werde.

Gegenüber Sky Sports F1 sagte Briatore, der Vorgang habe „nichts mit dem Team zu tun“. Otro Capital war 2023 mit 24 Prozent bei Alpine eingestiegen und hatte dafür 200 Millionen Euro bezahlt. Nun werde dieser Anteil Berichten zufolge für etwa 700 Millionen Euro angeboten, ein Sprung, den Briatore deutlich angriff. „Ich höre viele Leute über diese 24 oder 25 Prozent sprechen, und für mich ist der Preis völlig verrückt“, sagte er. Auf die Nachfrage, ob er damit meine, dass der Preis zu hoch sei, antwortete er: „Genau, genau. Zu hoch.“

Briatore grenzte die Verhandlungen klar vom Tagesgeschäft des Formel-1-Teams ab. Renault halte weiterhin die große Mehrheit, und deshalb sei „das wirklich die Entscheidung von Renault“, sagte er. Alpine selbst sei daran nicht beteiligt: „Wir sind in keine Verhandlungen mit Otro eingebunden. Das ist eher Renaults Sache und nicht unsere.“

Die hohe Forderung soll bereits Folgen haben. Laut den vorliegenden Berichten hat Mercedes sein Interesse an einem möglichen Einstieg wegen der aufgerufenen Bewertung wieder zurückgezogen.

Gleichzeitig räumte Briatore ein, dass die Preise im Formel-1-Markt insgesamt stark gestiegen sind. „Aber das ist der Markt. In der Formel 1 sind die Teams heute diese Art von Geld wert. Das ist fantastisch für die Formel 1“, sagte er. Seine Kritik richtete sich damit weniger gegen den Boom an sich als gegen die konkrete Preisvorstellung für diesen Anteil.

Mit dieser klaren Trennung zwischen Eigentümerfrage und Rennbetrieb stellt Briatore die Debatte um den Alpine-Anteil als Bewertungsstreit unter Gesellschaftern dar, nicht als Zeichen interner Unruhe im Formel-1-Team. Entscheidend bleibt damit vorerst, ob Renault die Preisvorstellung für den Anteil mitträgt oder ob die hohe Bewertung weitere Interessenten abschreckt.