Fernando Alonso hat vor dem Grand Prix der Niederlande in Zandvoort offen gelassen, ob er in der kommenden Saison weiter für Aston Martin in der Formel 1 fährt, und will in den nächsten Wochen mit Lawrence Stroll und Adrian Newey klären, in welcher Rolle er dem Team am meisten helfen kann.
Einen Zeitplan für die Entscheidung hat der zweimalige Weltmeister nicht. Alonso sagte, er sei gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt und werde "in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten" sehen, wie es weitergeht. Stroll werde an diesem Wochenende in Zandvoort erwartet, ein weiteres Gespräch könne bei einem baldigen Fabrikbesuch folgen, wenn Alonso Simulatorarbeit für Madrid erledigt und dort auch Newey oder Stroll antrifft.
Alonso machte deutlich, dass seine Zukunft nicht an einem einzelnen Leistungssprung hängt. Die Regeln blieben im Wesentlichen gleich, sagte er, deshalb gehe es vor allem darum, ob er unter diesen Voraussetzungen weiter Spaß am Fahren habe. Zugleich stellte er klar, dass die Formel 1 für ihn weiterhin der zentrale Bezugspunkt bleibt.
Das machte auch Aston Martins jüngstes Entwicklungsprogramm für ihn nicht zum ausschlaggebenden Punkt. Das Team bringt in Zandvoort ein Honda-Motorupdate an den Start, nachdem es in Ungarn mit Änderungen am Chassis ermutigende Signale gegeben hatte. Alonso bezeichnete die konkrete Größenordnung eines möglichen Gewinns aber als "nicht wichtig" für seine Entscheidung. Wichtiger sei die Bestätigung, dass das Team technisch in die richtige Richtung arbeite und die erwartete Entwicklung auch tatsächlich auf der Strecke ankomme.
Fernando Alonso, Aston-Martin-Fahrer und zweimaliger Formel-1-Weltmeister, sagte, er sehe seine Zukunft ohnehin langfristig mit dem Team verbunden. "Die Formel 1 ist, war und wird immer mein Leben sein, und mein Herz ist hier", sagte Alonso. Er werde bei Aston Martin "in der einen oder anderen Rolle langfristig" bleiben. Wenn das Team ihn im Cockpit brauche, werde er das in Betracht ziehen. Wenn er in einer anderen Position wertvoller sei, werde er auch das in Betracht ziehen.
Ganz ohne Rennsport sieht Alonso seine Zukunft allerdings nicht. Er sagte, er müsse "etwas fahren" und brauche Rennen und Adrenalin, weil er ein Wettkämpfer sei. Dazu komme weiter der Traum vom dritten Formel-1-Weltmeistertitel, aber auch andere Ziele wie ein weiterer Versuch beim Indianapolis 500 und ein künftiger Sieg bei der Rallye Dakar. Gleichzeitig räumte er ein, dass Aston Martin womöglich noch lange brauchen werde, um das Leistungsniveau eines Titelkandidaten zu erreichen, und genau das macht seine Entscheidung für die Zeit im Cockpit so offen.
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