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Bahrain-GP wackelt wieder, Finale gerät in Gefahr

Die Hoffnungen auf eine Rückkehr des Bahrain-GP in den Formel-1-Kalender 2026 haben durch die jüngste Eskalation zwischen den USA und Iran einen deutlichen Dämpfer erhalten. Zwar wird in Bahrain weiter über eine Nachholung am 4. Oktober verhandelt, doch die Sicherheitslage im Nahen Osten stellt inzwischen nicht nur diesen Plan, sondern auch das Saisonfinale infrage.

Noor bint Ali Alkhulaif, Bahrains Ministerin für nachhaltige Entwicklung, bestätigte gegenüber Reuters, dass weiter über die Rückkehr gestrichener Rennen gesprochen wird. „Es gibt Gespräche darüber, einige der abgesagten Rennen wieder in den Kalender einzufügen“, sagte sie. Eine Bestätigung gebe es aber noch nicht, „potenziell“ sei es möglich. Als naheliegendste Lösung gilt ein Termin am 4. Oktober zwischen dem Aserbaidschan-GP und dem Singapur-GP.

Genau diese Option zeigt aber, wie eng der Spielraum für die Formel 1 inzwischen ist. Der ursprünglich auf 24 Rennen angelegte Kalender umfasst nach dem Ausfall von Bahrain und Saudi-Arabien derzeit 22 Läufe. Beide Veranstaltungen waren ursprünglich für April als aufeinanderfolgende Rennen vorgesehen, wurden aber nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran im Februar und iranischen Angriffen auf regionale Verbündete Washingtons gestrichen.

Eine Nachholung gilt deshalb als äußerst komplex. Die Saison läuft bis Anfang Dezember, freie Wochenenden sind kaum vorhanden, und die Formel 1 kann weder die reglementgeschützte Sommerpause der Teams antasten noch beliebig weitere Rennserien aneinanderreihen, ohne Logistik und Kosten massiv zu belasten. Selbst die Bahrain-Lösung Anfang Oktober würde bereits einen Triple-Header mit Baku, Bahrain und Singapur bedeuten.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Lage in der Region zuletzt wieder verschlechtert hat. Nach einem Memorandum of Understanding im Vormonat zur Beendigung der Feindseligkeiten haben die USA und Iran in den vergangenen Tagen erneut Angriffe ausgetauscht. Gleichzeitig ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus in dieser Woche wieder zurückgegangen.

Innerhalb des Fahrerlagers gibt es dennoch Rückendeckung für FIA und Formel-1-Management. Zak Brown, CEO von McLaren Racing, sagte, am Ende würden Stefano Domenicali und die FIA den Kalender lösen: „Wir werden dort fahren, wo man uns sagt, dass wir fahren werden, und wir werden das gerne tun.“ Frédéric Vasseur, Ferrari-Teamchef, erklärte, man habe „enormes Vertrauen in die FIA und die FOM in Bezug auf den Kalender“. Steve Nielsen, Generaldirektor von Alpine, ergänzte, die Organisatoren hätten sicher „zahlreiche Versionen des Kalenders“ in Prüfung.

Damit geht es längst nicht mehr nur um die Frage, ob Bahrain noch in den Kalender zurückkehrt. Auch die letzten beiden Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi, angesetzt für November und Dezember, könnten von der Instabilität in der Region betroffen sein. Formel-1-CEO Stefano Domenicali hatte bereits erklärt, die Serie habe eine „andere Option“, falls diese Grands Prix nicht stattfinden können.