© Jonathan Borba

Audi greift Racing Bulls in Ungarn direkt an

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Audi hat sich am Freitag beim Grand Prix von Ungarn in eine Position gebracht, Racing Bulls im Kampf um die Spitze des Mittelfelds zu schlagen, und bekam dafür ausgerechnet aus dem Rivalenlager die deutlichste Bestätigung.

Gabriel Bortoleto sagte nach einem starken Auftakt am Hungaroring, Audi könne dort das „best of the rest“ hinter den Spitzenteams sein. Der Brasilianer wurde Sechster im ersten Training und Elfter im zweiten, wobei sein FP2-Umlauf nicht repräsentativ ausfiel. Nico Hülkenberg ergänzte das Bild mit Rang acht und neun, sodass beide Audi rund um die Top 10 lagen auf einer Strecke, die dem Paket des Teams offenbar liegt.

Bortoleto wertete den Tag insgesamt als Erfolg und machte klar, dass Audi im direkten Vergleich mit Racing Bulls eine echte Chance sieht. „Es wird eng, wie immer. Wenn wir alles zusammenbekommen, wenn alles passt, dann können wir vor ihnen liegen“, sagte er nach den Freitags-Sessions.

Bemerkenswert war, dass Racing Bulls diese Einschätzung selbst untermauerte. Arvid Lindblad sagte, man habe erwartet, dass Audi an diesem Wochenende einen Schritt voraus sein würde, „weil diese Strecke gut zu ihrem Auto passt“. Trotzdem sieht er die Chancen des Teams auf Q3 weiter intakt: „Wenn wir im Qualifying alles richtig umsetzen, dann ist Q3 definitiv in Reichweite.“

Auch teamintern klang Racing Bulls vorsichtiger als zuletzt. Teamchef Alan Permane sagte, das Auto sei im ersten Training „ziemlich kompliziert“ gewesen. Deshalb habe die Mannschaft zwischen FP1 und FP2 mehr Änderungen als üblich vorgenommen, bevor sie das Problem für die zweite Session in den Griff bekam. Eine genaue Einordnung der eigenen Leistung sei noch schwierig, Racing Bulls befinde sich aber in einer „vernünftigen Position“ und wolle im dritten Training noch letzte Details schärfen.

Liam Lawson beendete den Freitag als Siebter und lag damit weniger als eine Zehntelsekunde vor Hülkenberg. Der Abstand von Hülkenberg zu den Top 5 betrug nur etwa eine halbe Sekunde, was die Enge des Feldes zusätzlich unterstrich. Lawson sprach zwar von einem schnellen Auto und einer guten Ausgangslage, betonte aber auch, wie schwer es in Budapest sei, alle Sektoren in einer Runde perfekt zusammenzubringen.

Damit läuft alles auf ein Qualifying hinaus, in dem Kleinigkeiten über Q3 und die Reihenfolge im Mittelfeld entscheiden. Nach dem Freitag spricht vieles dafür, dass Audi am Hungaroring die bessere Hand hat und Racing Bulls noch vor der Sommerpause den Rang als stärkstes Team hinter den Topteams streitig machen kann.

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