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Alonso und Alpine 2027 bleiben vorerst Spekulation

Die Spekulationen über eine Rückkehr von Fernando Alonso zu Alpine im Jahr 2027 sind derzeit nicht bestätigt, und ausgerechnet Flavio Briatore hat den Fokus zuletzt klar auf das Auto statt auf einen Starfahrer gelegt.

Mehrere Berichte hatten ein Alpine-Comeback des Spaners ins Spiel gebracht und Briatore sowie Gucci als treibende Kräfte genannt. Aston Martin bremst diese Geschichte laut MARCA jedoch deutlich ein. Das Team bewertet das Thema demnach als „Gerüchte und Spekulationen“, beschreibt die Beziehung zu Alonso als „extrem gut“ und verweist nicht auf konkrete Schritte in Richtung eines Wechsels.

Auch Briatores eigene Aussagen stützen die Idee eines baldigen Fahrer-Coups im Moment nicht. In der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Freitag des Monaco-Grand-Prix machte der Alpine-Verantwortliche deutlich, dass für ihn zunächst die technische Basis stimmen muss. „Das Auto ist im Moment viel wichtiger. Wenn du jemanden wie Max [Verstappen] hast, bringt er dir zwei oder drei Zehntel. Wenn du sieben oder acht Zehntel zurückliegst, hast du keinen Fahrer, der diesen Unterschied wettmacht“, sagte Briatore.

Damit setzte er die Prioritäten bei Alpine sehr klar. „Also arbeiten wir am Auto, arbeiten wir an den Boxenstopps, arbeiten wir daran, die Aerodynamik unseres Autos viel, viel besser zu machen. Und danach sprechen wir über den Fahrer“, sagte er. Den finanziellen Einsatz für einen Spitzenfahrer knüpfte er ebenfalls an die Wettbewerbsfähigkeit des Projekts: Wenn man diesen Aufwand betreibe, dann in dem Moment, in dem man eine Chance habe zu gewinnen.

Das ist der zentrale Widerspruch zur aktuellen Alonso-Erzählung im Fahrerlager. Während außen über einen prominenten Neuanfang spekuliert wird, argumentiert Alpine öffentlich, dass ein großer Name ohne genügend Performance keinen entscheidenden Unterschied machen würde.

Hinzu kommt, dass Alonso selbst noch keine Richtung vorgegeben hat. Am Barcelona-Catalunya-Wochenende vermied er ein Bekenntnis und sagte wiederholt, dass er seine Entscheidung im Sommer treffen werde. Damit bleibt offen, ob er 2027 in der Formel 1 bleibt, seine Karriere beendet oder sich für das Projekt entscheidet, das er für am konkurrenzfähigsten hält.

Gegen ein sofort belastbares Alpine-Szenario spricht auch die interne Lage beim Team. Pierre Gasly verfügt über einen langfristigen Vertrag, und Franco Colapinto wird in den Berichten inzwischen sogar als führender Kandidat für das zweite Cockpit 2027 beschrieben. Der Argentinier hat in dieser Saison 16 Punkte geholt, was die Linie stützt, dass Alpine eher auf Kontinuität als auf einen spektakulären Umbau der Fahrerpaarung setzen könnte.

Damit bleibt die Frage nach Alonsos Zukunft vorerst offen, aber der Stand der Dinge ist klarer als der Lärm im Paddock: Alpine redet öffentlich zuerst über Defizite am Auto, Aston Martin weist konkrete Wechselsignale zurück, und eine Entscheidung des Spaniers wird erst im Sommer erwartet.