Fernando Alonso hat im Sprint-Qualifying zum Kanada-Grand-Prix 2026 in Montreal seinen Aston Martin in SQ1 in die Streckenbegrenzung gesetzt, schaffte dank einer zuvor gefahrenen Runde als 14. aber trotzdem den Einzug in SQ2 und legte damit unfreiwillig offen, dass Aston Martin erstmals in dieser Saison wieder echte Lebenszeichen zeigt.
Der Unfall passierte auf Alonsos letzter SQ1-Runde am Circuit Gilles Villeneuve. Beim Anbremsen auf die Schikane in den Kurven 3 und 4 verpasste er den Bremspunkt, blockierte vorne links und rutschte geradeaus in die Barriere. Die Front seines AMR26 war dabei so stark beschädigt, dass seine Session sofort beendet war, bevor er seine Position noch verbessern konnte.
Alonso übernahm die Verantwortung sofort. Per Funk entschuldigte sich der Aston-Martin-Pilot mit den Worten: „Ja, sorry. Lock-up, Kumpel.“ Später sagte er bei Sky Sports F1: „Ich habe vorne blockiert, und hier in Kanada gibt es keinen Platz, um irgendetwas zu vermeiden. Zu sehr am Limit. Uns fehlt ein bisschen Pace, deshalb haben wir sieben oder acht Plätze mehr attackiert, als wir eigentlich sollten.“
Gerade deshalb wog der Fehler schwer. Alonso hatte mit seiner früheren Runde den Sprung in SQ2 bereits abgesichert und Aston Martin schien in Montreal so konkurrenzfähig wie lange nicht. Seit dem Freitag deuteten die Long- und vor allem die kurzen Runs darauf hin, dass der AMR26 auf dem Circuit Gilles Villeneuve besser funktioniert als an den ersten Wochenenden des Jahres. Vor allem in den Traktionszonen, in langsamen Kurven und bei schnellen Richtungswechseln wirkte das Auto verbessert.
Das ist für Aston Martin mehr als nur eine Randnotiz. Nach den fast endlosen Problemen des AMR26 in den ersten vier Saisonläufen galt schon der Einzug in SQ2 als Fortschritt, in den Quellen sogar als „kleines sportliches Wunder“. Alonso bewegte sich mit dem überarbeiteten Gefühl für das Auto wieder näher ans Mittelfeld, ehe er diese Gelegenheit mit dem Fahrfehler selbst zunichtemachte.
Für den Sprint bedeutet das konkret Startplatz 16 statt einer möglichen Ausgangsposition weiter vorne. Damit bleibt von einem der ersten wirklich ermutigenden Auftritte von Aston Martin 2026 ein widersprüchliches Bild: Das Auto machte in Montreal einen Schritt nach vorn, aber Alonsos eigener Fehler verhinderte, dass das Team diesen Fortschritt in ein besseres Resultat ummünzen konnte.
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