Fernando Alonso hat die Erwartungen an Aston Martins großes Update für den Hungaroring deutlich gedämpft und klargemacht, dass das Paket vor allem zeigen soll, ob das Team nach zuletzt massiven Rückständen technisch endlich die richtige Richtung eingeschlagen hat.
Vor dem Grand Prix von Ungarn sagte der Aston-Martin-Pilot, dass die neue Spezifikation zwar die erste wirklich bedeutende Weiterentwicklung der Saison sei, aber keine sofortige Wende versprechen könne. Man habe die Probleme bereits seit dem Bahrain-Test erkannt und arbeite seither an Korrekturen, doch für Alonso ist das Paket in Budapest nur „der erste Schritt“. Entsprechend warnte er auch, dass es „deine natürliche Position am Sonntag“ nicht automatisch verändere.
Wie groß das Defizit inzwischen ist, machte Alonso mit Blick auf Silverstone und Spa deutlich. Beide Strecken zählten aus seiner Sicht zu den schwierigsten für Aston Martin, in Spa lag der nächste Gegner im Rennen nach seinen Angaben 2,1 Sekunden voraus. „Es gibt kein Paket auf der Welt, das dir diese Zeit bringt“, sagte Alonso. Selbst wenn das überarbeitete Auto schon eine Woche früher in Belgien eingesetzt worden wäre, hätte sich an der Position wahrscheinlich nichts geändert.
Den Rückstand erklärt Alonso vor allem mit dem Entwicklungstempo der Konkurrenz. Während andere Teams in den ersten zwölf Rennen alle zwei oder drei Grands Prix etwa zwei bis drei Zehntel gefunden hätten und so bis Rennen zehn oder zwölf insgesamt auf etwa eine bis eineinhalb Sekunden gekommen seien, sei Aston Martin diesen Weg nicht gegangen. Deshalb sei das Team „ein bisschen hinter dem gesamten Feld zurückgefallen“.
Gerade deshalb misst Alonso dem Wochenende in Ungarn einen anderen Wert bei als dem reinen Ergebnis. Entscheidend sei, zu verstehen, ob das Auto nun „endlich auf dem richtigen Weg“ sei und ob sich die Leistung damit freisetzen lasse. Der Hungaroring könnte dabei helfen, weil dort die Motorleistung „nicht der wichtigste Punkt“ sei. Aston Martin bringt zwar ein Update fürs Auto, aber nicht für den Antrieb.
Trotz der ernüchternden Ausgangslage sprach Alonso mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung betont optimistisch über den eingeschlagenen Kurs. Fernando Alonso, Aston-Martin-Pilot, sagte, er habe „keine Zweifel, null Zweifel, dass Adrian früher oder später das beste Auto im Feld liefern wird“. Zugleich betonte er, dass das Team „alle Probleme lösen“ werde, auch wenn das Zeit brauche. Erst die ersten Einsätze mit diesem Paket würden zeigen, was die neue Richtung tatsächlich wert ist, bevor weitere Entwicklungen folgen.
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