James Vowles sagt, Williams habe die technische Lösung für das Übergewichtsproblem des FW48 bereits fertig, doch die Budgetobergrenze verhindert, dass das Team alle notwendigen Teile sofort bringt. Deshalb muss Williams die Gewichtsreduktion über die Saison 2026 verteilt und gemeinsam mit Performance-Upgrades einführen.
Der Williams-Teamchef erklärte in der teaminternen YouTube-Sendung „The Vowles Verdict“, die Konstruktions- und Ingenieursarbeit sei erledigt. „Die Ingenieursarbeit, die nötig war, um das ganze Gewicht zu reduzieren, ist abgeschlossen“, sagte Vowles. Williams habe Wege gefunden, das Auto „nicht nur ans Gewichtslimit, sondern tatsächlich deutlich darunter“ zu bringen.
Das Problem liegt laut Vowles nicht in der Fertigungskapazität des Werks, sondern in der Wirtschaftlichkeit unter dem Cost Cap. Williams könne „nicht über Nacht all diese Teile produzieren“, weil das „enorme“ Kosten verursachen würde und vorhandene Bestände zu früh entwertet würden. Das Team habe vor Saisonbeginn Bauteile mit hoher Laufleistung in größerer Stückzahl gebaut, um sich über einen langen Zeitraum abzusichern.
Vowles nannte dabei unter anderem Aufhängungsteile, Achsen, Uprights und Räder. Das gleiche Prinzip gelte auch für Aero-Teile wie den Frontflügel. Dort will Williams nicht einfach eine nahezu identische, nur leichtere Version bauen, sondern die Gewichtsersparnis mit einem aerodynamischen Schritt aus dem Windkanal verbinden. Vowles beschrieb dieses Abwägen zwischen neuer Performance und Gewichtsprogramm als „eine feine Kunst“, sagte aber auch, Williams habe dafür „ein gutes Arbeitsprogramm für dieses Jahr“.
Für die Fahrer bedeutet das, dass sie noch einen großen Teil des Sommers mit einem Auto fahren müssen, dessen Lösungen zwar im Design existieren, aber noch nicht vollständig auf der Strecke sind. Ein Teil des Gewichts wurde laut Vowles in den jüngsten Entwicklungsphasen bereits herausgenommen, vor allem über neue Unterboden-Komponenten. Trotzdem sei es „noch ein langer Weg, bis man echte Veränderungen sieht“.
Das Übergewicht trifft den FW48 direkt in den entscheidenden Leistungsbereichen. Es beeinflusst Beschleunigung, Bremsen, Kurvengeschwindigkeit und das Energiemanagement der neuen Antriebsgeneration. Damit erklärt sich auch, warum Williams trotz Fortschritten weiter nach Pace sucht. Beide Autos punkteten in Miami nach einem Update-Paket mit neuem Unterboden, Aero-Änderungen und neuer Verkleidung an der Hinterradaufhängung, doch Vowles macht klar, dass der eigentliche Durchbruch erst kommen kann, wenn das Team die bereits entwickelte Gewichtsreduktion wirtschaftlich auf die Strecke bringt.
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