Max Verstappen hat am Spielberg-Wochenende klargemacht, dass sein Blick nicht nur auf die Formel 1 gerichtet ist: Der Red-Bull-Pilot verfolgt den 24-Stunden-Klassiker von Spa eng, begleitet den Einsatz von Verstappen Racing aus der Ferne und wirbt bereits für eine Terminlösung, die ihm einen eigenen Start ermöglichen würde.
Verstappen Racing setzt bei den 24 Stunden von Spa einen Mercedes-AMG GT3 EVO in Red-Bull-Farben ein. Gefahren wird das Auto von Daniel Juncadella, Chris Lulham und Jules Gounon. In der kombinierten Qualifikation vom Donnerstag belegte das Fahrzeug Rang sieben.
Max Verstappen, viermaliger Formel-1-Weltmeister von Red Bull, sagte in Spielberg, dass er das Geschehen in Spa so intensiv wie möglich verfolge. „Ja, ich werde versuchen, so viel wie möglich zu schauen. Das Auto fährt mit unseren Fahrern, also bin ich an diesem Wochenende sehr stark eingebunden“, sagte er. Kurz vor seiner Medienrunde habe er die Sessions noch auf dem Handy verfolgt.
Selbst fahren kann Verstappen in diesem Jahr nicht, weil sich das Rennen in den Ardennen mit dem Formel-1-Wochenende in Österreich überschneidet. Er hatte bereits zuvor erklärt, dass er ohne diesen Terminkonflikt selbst im Starterfeld gestanden hätte.
Entsprechend deutlich formulierte er seine Wünsche für die Zukunft. „Natürlich wünschte ich, dass ich auch in Spa fahren könnte. Ich habe ihnen schon für nächstes Jahr gesagt, dass es ideal wäre, wenn sie es außerhalb eines Formel-1-Wochenendes ansetzen könnten. Mal sehen“, sagte Verstappen. Nach den vorliegenden Angaben hat er die Organisatoren der GT World Challenge Europe auch gebeten zu prüfen, ob das Spa-Rennen 2027 nicht mit einem Formel-1-Termin kollidieren kann.
Dass ihm das Rennen besonders wichtig ist, begründete Verstappen auch sportlich. Spa sei „eine fantastische Strecke“, sagte er, und ein 24-Stunden-Rennen nur mit GT-Autos sei „etwas sehr Besonderes“.
Damit ordnet sich Spa in ein größeres GT-Zielbild des Niederländers ein. Verstappen sagte, dass er im kommenden Jahr auch gerne zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zurückkehren würde. Längerfristig reizt ihn zudem ein Start bei den 24 Stunden von Daytona in einem GT-Auto, sofern es der Winterkalender zulässt. Genau darin liegt die größere Bedeutung seiner Aussagen aus Spielberg: Verstappen begleitet das GT-Programm nicht nur als Teaminhaber, sondern arbeitet offen daran, Spa selbst zu einem festen Teil seiner eigenen Rennpläne zu machen.
© Morio