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Sainz verschiebt Sieg-Comeback bei Williams

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Carlos Sainz hat in Budapest eingeräumt, dass Williams’ enttäuschende Saison 2026 seinen erhofften Weg zurück zu Siegen in der Formel 1 um ein bis zwei Jahre verzögert hat und er in der Sommerpause eine Entscheidung über seine Zukunft anstoßen will.

Der Williams-Pilot sagte im Gespräch mit PlanetF1.com und weiteren Medien, es sei "kein Geheimnis", dass sich seine Erwartungen daran, "wie lange es dauern würde, bis ich wieder ein Rennen gewinne und Williams der Ort dafür ist", "um ein oder zwei Jahre verzögert" hätten. Entscheidend sei nun, wie schnell sich das Team aus der aktuellen Lage befreien könne. "Der Weg wird länger sein als erwartet", sagte er.

Das ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber 2025. In seiner ersten Saison bei Williams holte Sainz zwei Podestplätze, das Team wurde Fünfter in der Konstrukteurswertung. Unter den neuen Regeln für 2026 hatte Williams den nächsten Schritt angepeilt, lag vor dem Grand Prix von Ungarn aber nur auf Rang acht in der WM und hatte erst 11 Punkte gesammelt. Sainz selbst brachte es bis dahin lediglich auf drei neunte Plätze.

Ungarn unterstrich, wie tief der Einbruch ist. Sainz qualifizierte sich auf Platz 18 und kam auch dort ins Ziel. Die erste Saisonhälfte nannte er "schlecht, sehr schlecht, enttäuschend". Als Kernproblem machte er nicht ein einzelnes Bauteil aus, sondern das Gesamtkonzept des FW48: "Das Problem ist nicht der Frontflügel, es ist das ganze Auto, das einfach nicht genug Abtrieb erzeugt."

Trotzdem hält Sainz am grundsätzlichen Projekt fest. Er sagte, er sehe, "was das Team in die Zukunft investiert", und bleibe "zuversichtlich in den Weg und das Projekt, in dem wir sind". Gleichzeitig machte er klar, dass "das Auto dieses Jahres deutlich unterperformt hat und aus vielen verschiedenen Gründen sehr weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben ist".

Weil sich damit auch sein eigener Zeithorizont verändert hat, muss Sainz nach eigener Aussage neu bewerten, wo er sich in drei bis vier Jahren sieht. "Meine Zeitpläne haben sich geändert", sagte er. Einen festen Termin für eine Entscheidung nannte er nicht, kündigte aber an, in der Sommerpause mit seinem Management, Teamchef James Vowles und Williams zusammenzusitzen, um "eine Entscheidung zu beginnen" und die Lage genauer zu bewerten. "Den genauen Zeitpunkt kenne ich ehrlich gesagt nicht", sagte Sainz. Damit wird die zweite Saisonhälfte auch für seine mittelfristige Zukunft richtungsweisend.

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