George Russell hat einen künftigen Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring klar ins Auge gefasst, nachdem ihn Max Verstappens Auftritt dort beeindruckt hat.
Auf die Frage nach einem möglichen Einsatz sagte der Mercedes-Pilot gegenüber Medien, darunter RacingNews365: „Ja, definitiv eines Tages.“ Verstappens Auftritt am vergangenen Wochenende habe „wirklich cool“ ausgesehen, sagte Russell, der die 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Bathurst als „brutale Rennen“ bezeichnete.
Für Russell liegt der Reiz in dem, was Langstrecke von der Formel 1 unterscheidet. Er verwies auf den Verkehr auf der Strecke, die Distanz über 24 Stunden, wechselnde Bedingungen und die besondere Schwierigkeit der Nordschleife. Gerade diese Mischung mache den Nürburgring für ihn zu einer besonders reizvollen Aufgabe, auch wenn der enge Formel-1-Kalender Einsätze in anderen Kategorien nur selten zulässt.
Verstappens Nürburgring-Einsatz 2026 hatte in der Formel 1 ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sein #3 Mercedes-AMG GT3 lag mit seinen Teamkollegen komfortabel in Führung, ehe etwas mehr als drei Stunden vor dem Ende ein Zuverlässigkeitsproblem alle Siegchancen zerstörte. Am Ende wurde das Auto nach vielen Stunden in der Box nur 38.
Spekulationen über ein mögliches gemeinsames Nürburgring-Auto von Russell und Verstappen bremste der Weltmeister allerdings sofort. Auf dem Medientag zum Kanada-Grand-Prix in Montreal sagte Verstappen gegenüber Medien, darunter RacingNews365: „Ja, aber ich denke, ich bin auch in einer etwas anderen Situation, oder? Ich habe Meisterschaften in der Formel 1 gewonnen, und natürlich bin ich mit meinem ganzen GT3-Projekt beschäftigt, also sind wir da in einer etwas anderen Position. Ich denke, für ihn liegt der Fokus im Moment komplett auf der Formel 1.“
Russell sieht den Unterschied ähnlich. Er sagte, alle anderen Fahrer seien „in einer etwas anderen Position als Max“. Verstappen befinde sich „in der luxuriösen Lage, das zu tun, was ihm Spaß macht“. Damit bleibt der Nürburgring für Russell vorerst eher ein Ziel für später als ein kurzfristiger Plan, während Verstappens Ausflug in die GT3-Langstrecke bereits gezeigt hat, wie stark ein solcher Auftritt innerhalb der Formel 1 wahrgenommen wird.
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