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Red Bull: Schumacher bringt Monaghan-Abgang ins Spiel

Ralf Schumacher hat einen möglichen nächsten personellen Einschnitt bei Red Bull ins Spiel gebracht und ihn direkt mit einem tieferen Problem des Teams verknüpft: dem Fehlen von Helmut Marko als stabilisierende Kraft. Im Podcast Backstage Boxengasse sagte der frühere Formel-1-Fahrer, Red-Bull-Cheftechniker Paul Monaghan werde intern als möglicher nächster Abgang gehandelt.

Schumacher schränkte das selbst ein. „Das ist jedenfalls das, was man hört“, sagte er und ergänzte, er sei bei dem Thema „natürlich nicht direkt oben drauf“. Auffällig war für ihn vor allem Monaghans jüngster öffentlicher Auftritt, in dem dieser den Diskussionen um Max Verstappen und die Lage des Teams widersprach oder sie zumindest einordnete.

Nach Schumachers Darstellung habe Monaghan nicht direkt gegen Verstappen gesprochen, aber „ein gewisses Gegengewicht“ gesetzt mit der Aussage: „Wir kennen Max ein bisschen, und so schlecht ist die Situation nun auch wieder nicht. Man muss das schon in den richtigen Kontext setzen.“ Gerade das wertete Schumacher als Warnsignal für die interne Lage bei Red Bull. Es sei das erste Mal gewesen, dass sich „ein offizieller Vertreter überhaupt einmal ein Stück weit dagegen aus dem Fenster gelehnt hat“.

Das verleiht den Spekulationen um Monaghan zusätzliches Gewicht. Er ist seit nahezu der gesamten Formel-1-Geschichte des Teams Teil von Red Bull und war an den erfolgreichen Phasen mit Sebastian Vettel und Verstappen beteiligt. Ein möglicher Abgang wäre deshalb mehr als nur der Verlust eines langjährigen Ingenieurs, zumal Schumacher die Debatte in eine Phase einordnet, in der Red Bull zu Beginn des neuen Reglement-Zyklus an Form verloren hat und wieder Fragen zur Zukunft Verstappens aufkommen.

Für Schumacher führt das alles vor allem zu einer Person zurück. Ralf Schumacher, ehemaliger Formel-1-Fahrer, sagte im Podcast, daran sehe man vor allem, „wer fehlt, und ich kann es nicht oft genug sagen: Das ist Dr. Helmut Marko“. Marko habe diese Rolle früher ausgefüllt. „Er stand fest hinter dem Team, aber auch hinter den Fahrern. Er hat klare Grenzen gesetzt, klare Informationen gegeben und für Richtung gesorgt.“

Schumacher sieht den Verlust nicht nur in Markos öffentlicher Wirkung. Hinter den Kulissen habe er „enorm viel aufgefangen“, sagte er. „Er hat Probleme gelöst, die richtigen Leute für Schlüsselpositionen gefunden und viele Dinge reibungslos am Laufen gehalten. Das darf man nicht unterschätzen.“ Genau das fehle nun, so seine Argumentation.

Dazu komme, dass sich Red Bull seit dem Tod von Dietrich Mateschitz strukturell verändert habe. „Außerdem ist seit dem Tod von Dietrich Mateschitz eine neue Konzernstruktur entstanden“, sagte Schumacher. Wenn in so einer Phase langjährige Führungspersonen verloren gingen, wirke sich das zwangsläufig auf die Organisation aus, gerade bei einem Team, das über mehr als 20 Jahre von enger Zusammenarbeit an der Spitze geprägt war.