© Jonathan Borba

Red Bull holt vierten Sim-Racing-Konstrukteurstitel

Red Bull hat sich im finalen Rennen der F1 Sim Racing World Championship 2026 am virtuellen Yas Marina Circuit den Konstrukteurstitel gesichert und damit mit nur drei Punkten Vorsprung auf Alpine den rekordträchtigen vierten Teamtitel perfekt gemacht.

Die Entscheidung fiel erst in einem hektischen Saisonabschluss, in dem sich die Konstellation im Kampf um die Teamwertung mehrfach verschob. Frederik Rasmussen verschaffte Red Bull mit der Poleposition zunächst die beste Ausgangslage und war im Qualifying gerade einmal eine Tausendstelsekunde schneller als Ismael Fahssi. Gleichzeitig geriet das Team früh unter Druck, weil Jarno Opmeer nach dem Aus in Q2 nur von Platz 13 starten konnte.

Gerade dieser Rückstand machte das Finale für Red Bull so heikel. Während Rasmussen vorne wichtige Punkte absicherte, arbeitete sich Opmeer im Rennen noch auf Rang drei nach vorn. Dieser späte Vorstoß wurde entscheidend, weil Red Bull die Saison mit 227 Punkten beendete, Alpine nur drei Zähler dahinter blieb und Ferrari mit 212 Punkten Dritter wurde.

Mit dem Erfolg schrieb Red Bull erneut Geschichte. Das Team gewann den Konstrukteurstitel zum vierten Mal und ist damit das erste in F1 Sim Racing, das die Krone zweimal in zwei getrennten Serien erfolgreich verteidigt hat.

Morgan Ashurst, Esports-Verantwortlicher von Oracle Red Bull Sim Racing, sagte nach dem Titelgewinn: „Wir sind als Titelverteidiger in die Saison gegangen, mit allem zu verlieren.“ Das Team sei „überglücklich, den Titel nicht nur verteidigt zu haben, sondern erneut Geschichte geschrieben zu haben als erstes Team mit zwei erfolgreichen Back-to-Back-Titelserien“.

Der Titelgewinn bringt Red Bull auch sportlich und wirtschaftlich den größten Ertrag. Als Konstrukteursweltmeister erhält das Team den größten Anteil am Preisgeldtopf von 750.000 US-Dollar. In der Fahrerwertung beendete Opmeer die Saison mit 114 Punkten auf Rang drei, Rasmussen folgte mit 113 Punkten direkt dahinter. Insgesamt nahmen neun Teams an den zwölf Rennen der Meisterschaft teil.

Für Red Bull ist der Ausgang deshalb mehr als nur ein weiterer Pokal: Der Titel wurde erst im letzten Rennen entschieden und bestätigt die Mannschaft trotz minimalem Vorsprung erneut als Maßstab in der Teamwertung der Serie.