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Red Bull droht Fahrer-Klemme um Tsolov

David Coulthard sieht Red Bulls überfüllte Nachwuchspipeline nicht als Krise, sondern als Stärke. Im Up to Speed-Podcast sagte der frühere Formel-1-Fahrer, der "bloated stable of talent" des Konzerns sei "ein gutes Problem", obwohl Red Bull und Racing Bulls zusammen nur vier Formel-1-Cockpits für Max Verstappen, Isack Hadjar, Liam Lawson, Arvid Lindblad und den aufstrebenden Nikola Tsolov haben.

Der Druck in diesem Auswahlprozess wächst vor allem durch Tsolovs Form. Der Bulgare führt die Formel-2-Meisterschaft an und holte in Silverstone seinen dritten Sieg in Folge. Zusammen mit seinem Feature-Race-Erfolg in Österreich war er damit der erste Fahrer in der F2, der drei Rennen nacheinander gewann. Gleichzeitig verwies Coulthard darauf, dass Verstappens Zukunft weiter Gegenstand von Spekulationen ist, während Hadjar überzeugt hat und Lawson sowie Lindblad sich bei Racing Bulls mit regelmäßigen Punkten empfohlen haben.

"Es ist ein gutes Problem", sagte David Coulthard, Ex-Formel-1-Fahrer, im Up to Speed-Podcast. "Ich denke, es gibt immer die Möglichkeit, dass sie ihm irgendwo anders einen Platz verschaffen könnten, wenn sie mit den anderen zufrieden sind." Damit deutete er an, dass Red Bull für Tsolov selbst außerhalb der eigenen Vier-Auto-Struktur eine Lösung suchen könnte, falls kurzfristig kein internes Cockpit frei wird.

Coulthard ordnete die Lage als Ergebnis von Red Bulls langfristigem Investment in den Motorsport und in Fahrerentwicklung ein. Der Konzern sei in diesem Bereich "der Konkurrenz voraus", sagte er, und verwies auf die Bilanz des Programms, aus dem unter anderem Verstappen und Sebastian Vettel an die Spitze kamen. Er glaube nicht, dass Red Bull denke, bei diesen Investitionen an eine Grenze zu stoßen.

Besonders deutlich wurde Coulthard bei Tsolov selbst. "Merkt euch diesen Namen, Nikola Tsolov aus Bulgarien", sagte er. "Er fährt sehr gut und ist auch abseits des Autos eine tolle Persönlichkeit. Ich freue mich darauf, ihn in der Formel 1 zu sehen." Für Red Bull verschärft genau das die Lage: Tsolov drängt immer stärker auf den nächsten Schritt, während im eigenen System schon jetzt mehr ernsthafte Kandidaten als verfügbare Plätze vorhanden sind.