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Red Bull baut Technik um und befördert Waterhouse

Red Bull hat nach dem schwachen Start in die Formel-1-Saison 2026 seine Technikabteilung umgebaut. Das Team liegt nach drei Rennen mit 16 Punkten nur auf Platz sechs der Konstrukteurswertung und hat nun Ben Waterhouse zum Chief Performance and Design Engineer befördert. Er berichtet direkt an Technikchef Pierre Waché. Gleichzeitig holt Red Bull Andrea Landi von Racing Bulls.

Red Bull erklärte in einer Teammitteilung, Waterhouse übernehme mit sofortiger Wirkung die übergreifende Verantwortung für die Bereiche Design und Vehicle Performance. Das Team bezeichnete den Umbau in derselben Mitteilung als „Weiterentwicklung“, die „die Integration zwischen diesen Bereichen stärkt und die Entwicklung wettbewerbsfähiger, leistungsstarker Lösungen beschleunigen wird“.

Der Zeitpunkt fällt auf. Nach den ersten drei Läufen der neuen Saison hat Red Bull erst 16 Punkte gesammelt. Max Verstappen steuerte davon 12 bei, sein bestes Ergebnis war Rang sechs beim Großen Preis von Australien. Isack Hadjar holte vier Punkte. Laut den Saisonzusammenfassungen haben beide Fahrer in den ersten drei Rennen die schlechten Fahreigenschaften und die Balance des RB22 kritisiert.

Waterhouse gehört seit Jahren zum Red-Bull-System. Das Team teilte in seiner Ankündigung mit, dass er 2014 nach Stationen bei BMW Sauber zu Red Bull kam. Zunächst arbeitete er als stellvertretender Technischer Direktor bei Toro Rosso. Seit 2017 war er bei Red Bull Racing als Head of Performance Engineering tätig. Mit der neuen Struktur soll er nun die Verbindung zwischen zwei Bereichen enger führen, die für die Entwicklung eines Formel-1-Autos direkt zusammenarbeiten.

Auch Landis Rolle ist klar definiert. Red Bull gab in derselben Pressemitteilung bekannt, dass Andrea Landi am 1. Juli als Head of Performance anfängt und an Waterhouse berichtet. Laut Teamangaben bringt Landi Erfahrung aus anderen Formel-1-Projekten mit, darunter als Deputy Head of Vehicle Performance bei Ferrari und als Deputy Technical Director bei Racing Bulls.

Red Bull ordnet die Personalien selbst in einen größeren Plan ein. In seiner Medienmitteilung erklärte das Team zu den beiden Ernennungen: „Diese Änderungen unterstützen die langfristigen technischen Ambitionen des Teams und spiegeln den anhaltenden Fokus wider, interne Talente zu entwickeln und zugleich führende Fachkräfte aus dem gesamten Sport zu gewinnen.“

Die Neuordnung kommt in einer Phase, in der Red Bull mehrere erfahrene Führungskräfte verloren hat. In den vorliegenden Zusammenfassungen heißt es, dass Giampiero Lambiase zum Ende der nächsten Saison zu McLaren wechseln soll. Dort wird er als weiterer prominenter Abgang nach Rob Marshall, Will Courtenay, Adrian Newey und Jonathan Wheatley eingeordnet. Red Bull reagiert darauf nun mit einer Mischung aus interner Beförderung und externer Verpflichtung.