Oscar Piastri hat die Spekulationen um ein mögliches Red-Bull-Interesse in Montreal deutlich abgekühlt und betont, dass es keinerlei Gespräche gegeben habe und er sich bei McLaren sehr wohl fühle.
Der Australier sagte Sky Sports F1, die Berichte seien für ihn "neu, ja". "Offensichtlich hat es keine Gespräche oder so etwas gegeben, aber es ist schmeichelhaft, ja", sagte Piastri. Viel mehr gebe es dazu nicht. Entscheidend war seine klare Einordnung der eigenen Zukunft: "Ich habe großes Vertrauen in dieses Team, dass wir in Zukunft Rennen und hoffentlich Meisterschaften gewinnen können, also bin ich sehr glücklich dort, wo ich bin." Piastri ergänzte: "Ich habe ein gutes Verhältnis zu McLaren, also warum sollte ich wechseln?"
Dass sein Name überhaupt mit Red Bull in Verbindung gebracht wird, hängt an der offenen Frage, wie es bei Max Verstappen weitergeht. Berichte stellen dessen Zukunft bei Red Bull in Zusammenhang mit der Unsicherheit über die Richtung der Motorenregeln ab 2027. In diesem Umfeld wird Piastri als mögliche Alternative genannt, falls Red Bull sein Projekt neu aufstellen müsste.
Für McLaren ist die Linie dagegen eindeutig. Piastri ist langfristig bis Ende 2028 an das Team gebunden, was seine Rolle als zentraler Baustein für die Zukunft in Woking weiter unterstreicht.
Teamchef Andrea Stella machte am Sonntag beim Kanada-Grand-Prix in Montreal klar, wie McLaren die Lage sieht. "Ich glaube, wir sind schon voll in dieser silly season", sagte der Italiener. Über Piastri sagte er: "Wenn wir an Oscar denken, könnten wir nicht glücklicher sein." Stella verwies auf die "großartige" Dynamik mit Lando Norris und nannte die Mannschaft "in ihrer stärksten Verfassung, seit ich Teamchef bin". Deshalb sei die Richtung "für maximale Stabilität bei McLaren" sehr klar.
Auch McLaren-CEO Zak Brown zeigte sich von externem Interesse an seinen Fahrern nicht überrascht. Brown sagte The Athletic: "Ich kann mir vorstellen, dass es kein Team im Feld gibt, das nicht Oscar und Lando für sich fahren lassen würde." Für ihn gehe es dabei nicht in erster Linie um Verträge, sondern darum, "ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Fahrer nirgendwo anders fahren wollen".
Genau das ist der Kern dieser Geschichte: Während Red Bull wegen der Verstappen-Frage offenbar mögliche Szenarien durchspielt, lassen Piastri und McLaren wenig Zweifel daran, dass sie ihre gemeinsame Zukunft weiter fest in Woking sehen.
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