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Oscar Piastri bekommt fossile Wespe gewidmet

Oscar Piastri ist auf ungewöhnliche Weise geehrt worden: Eine neu beschriebene fossile Wespenart trägt nun den Namen „Gwesped piastrii“, und die Autoren der Studie begründen das ausdrücklich mit seinen Erfolgen in der Formel 1 sowie mit der Farbe des Bernsteins, die sie an das ikonische Orange von McLaren erinnerte.

Beschrieben wurde die Art von den Forschern Corentin Jouault, Di-Ying Huang und Celso O. Azevedo. Das Fossil stammt aus Bernsteinfunden von Noije Bum Hill im Hukawng-Tal im Kachin-Staat in Myanmar. Es handelt sich um eine nur 1,15 Millimeter lange Wespe, die in einem rechteckigen Bernsteinstück von 10 × 8 × 2 Millimetern eingeschlossen ist und aus der mittleren Kreidezeit vor etwa 98 bis 100 Millionen Jahren stammt.

Im Fachartikel formulieren die Autoren die Widmung unmissverständlich: „Das Artepitheton ehrt Herrn Oscar Piastri für seine Erfolge in der Formel 1 und weil die Farbe des Bernsteinstücks den Erstautor an das ikonische McLaren-Orange erinnerte. Es ist als Substantiv im Genitiv zu behandeln.“ Damit ist die Benennung nicht nur eine beiläufige Referenz an einen aktuellen Fahrer, sondern eine ausdrücklich festgehaltene Verbindung zwischen paläontologischer Entdeckung und modernem Grand-Prix-Sport.

Für die Wissenschaft ist die neue Art mehr als ein kurioser Namensgeber. Der Studie zufolge ist „Gwesped piastrii“ erst die zweite beschriebene Art innerhalb der Gattung Gwesped. Von der zuvor bekannten Art unterscheidet sie sich durch eine höhere Zahl von Flagellomeren und eine markante Vorderflügeladerung. Gerade diese Merkmale waren entscheidend dafür, das Fossil als eigenständige Art einzuordnen.

Die Bernstein-Erhaltung spielte dabei eine zentrale Rolle. Trotz der winzigen Größe des Tieres waren genügend morphologische Details sichtbar, um die Zuordnung und Abgrenzung vorzunehmen. Der Fund liefert damit nicht nur einen ungewöhnlichen Bezug zur Formel 1, sondern auch neues Material für die Einordnung einer seltenen fossilen Wespenlinie aus der Kreidezeit.

Veröffentlicht wurde die Beschreibung in der peer-reviewten paläontologischen Fachzeitschrift Palaeoworld. Nach Angaben des Artikels trägt „Gwesped piastrii“ dazu bei, das Verständnis der morphologischen Vielfalt innerhalb der Gattung weiter zu präzisieren, womit die nach Piastri benannte Wespe wissenschaftlich mehr ist als nur eine auffällige Ehrung.