Esteban Ocon geht mit einer offenen Zukunft in die Formel-1-Sommerpause, nachdem der Haas-Pilot vor dem Grand Prix von Ungarn erklärte, es gebe "noch nichts anzukündigen", während seine schwache erste Saisonhälfte 2026 seinen Platz unter Druck gesetzt hat.
Der Franzose sagte in Budapest, dass die Pause "ziemlich beschäftigt" werde und zunächst Gespräche mit Haas anstünden. Ocon verwies darauf, dass er seit zwei Jahren im Team sei und von Teamchef Ayao Komatsu zum Wechsel überzeugt worden war. "Natürlich gibt es noch nichts anzukündigen. Die Sommerpause wird ziemlich beschäftigt. Wir werden sehen. Im Moment konzentrieren wir uns auf dieses Rennen, dann werden wir sehen, was passiert", sagte Esteban Ocon, Haas-Fahrer, vor dem Ungarn-Wochenende. "Im Moment werden wir zuerst mit dem Team sprechen. Ich bin seit zwei Jahren hier. Ich wurde von Ayao überzeugt, hierherzukommen. Das erste Gespräch wird auf jeden Fall mit diesem Team stattfinden."
Dass Ocons Zukunft zum Thema geworden ist, liegt vor allem an den Ergebnissen. Nach den ersten zehn Rennen der Saison steht er bei nur drei Punkten. Teamkollege Oliver Bearman hatte vor Ungarn 18 Zähler und damit einen deutlichen Vorsprung innerhalb des Teams.
Ocon macht dafür vor allem den unberechenbaren VF-26 verantwortlich. Nach seiner Darstellung hat Haas in diesem Jahr nur an zwei Wochenenden die Leistung aus dem Auto geholt, die dem eigentlichen Niveau des Pakets entsprach. Mal habe es Probleme auf den Geraden gegeben, mal habe Abtrieb gefehlt. Auch ohne größere Umbauten zwischen den Sessions habe sich das Verhalten des Autos teils spürbar verändert.
Er beschrieb die Lage als die schwerste erste Saisonhälfte seiner Karriere. Es gehe "vielleicht nicht um Frust, sondern um zu viele Schwierigkeiten, zu viele Probleme", sagte Ocon. Es habe "zu viele Dinge gegeben, die uns daran gehindert haben, Leistung zu bringen". Das Auto sei von Rennen zu Rennen nicht konstant gewesen, und nur zwei Veranstaltungen seien in Sachen Performance und Fahrbarkeit normal verlaufen. Trotzdem betonte er, dass das Team wisse, was zu tun sei, und zusammenarbeite, um die Probleme zu lösen.
Für Haas ist das brisant, weil Ocon für 2025 von Alpine geholt wurde, um mit seiner Erfahrung das Team nach vorn zu bringen. Stattdessen bleibt er klar hinter Bearman zurück, und mit dem auslaufenden Vertrag Ende 2026 rückt die Frage nach seiner Zukunft zwangsläufig in den Mittelpunkt der Sommerpause.
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