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Mercedes setzt mit Antonelli das frühe Zeichen

Mercedes ist nach Miami die klare Hauptgeschichte der Formel-1-Saison 2026: Kimi Antonellis dritter Grand-Prix-Sieg in Folge sicherte dem Team den vierten Erfolg im vierten Rennen, brachte 180 Punkte und einen Vorsprung von 70 Zählern in der Konstrukteurswertung.

Damit hat sich die Kräfteverteilung schon nach vier Runden deutlich verschoben. George Russell gewann zum Auftakt in Australien, danach übernahm Antonelli mit drei Siegen in Serie. Ferrari ist nun Zweiter, McLaren als Konstrukteurschampion von 2025 nur noch Dritter mit 94 Punkten, Red Bull liegt sogar nur auf Rang vier.

Im Zentrum dieses Frühform-Hochs steht Antonelli selbst. In den am Montag, 11. Mai 2026, veröffentlichten Power Rankings wurde der Mercedes-Pilot erstmals auf Platz eins gesetzt, mit einem Power Score von 8 nach Miami. Ausschlaggebend war nicht nur der Sieg, sondern auch die Art und Weise: Antonelli hielt in den Schlussphasen Lando Norris hinter sich, holte damit seinen dritten Grand-Prix-Erfolg nacheinander und baute seine Führung in der Fahrerwertung auf 20 Punkte aus. In der Standings-Auswertung wird er zudem als jüngster Führender der Geschichte in der Fahrer-WM bezeichnet.

Dass Mercedes trotzdem nicht einfach auf zwei durchgehend gleich starke Wochenenden bauen konnte, macht die Entwicklung noch auffälliger. Russell bekam für Miami in denselben Power Rankings nur die Note 6. Der Bericht sprach von einem schwachen Wochenende, in dem er weder im Sprint noch im Grand Prix die Top 3 erreichte und von seinem Teamkollegen klar übertroffen wurde, diesmal ohne den mildernden Umstand der Zuverlässigkeitsprobleme, die ihn zuvor in China und Japan getroffen hatten.

Auch die teaminterne Qualifying-Bilanz deutet auf einen klaren Formtrend hin. In der Motorsport-Tabelle zu den teaminternen Duellen liegt Antonelli nach Miami mit 4:2 Qualifying-Sessions vor Russell, ohne Sprints gerechnet mit 3:1. Das unterstreicht, dass der Aufstieg des Italieners nicht nur auf Rennsonntagen sichtbar ist, sondern inzwischen das ganze Wochenende prägt.

Für die Konkurrenz ist genau das die beunruhigende Nachricht. Mercedes hat nicht nur einen perfekten Saisonstart hingelegt, sondern mit Antonelli auch den Maßstab gesetzt, an dem sich das Feld gerade orientieren muss. Nach nur vier Rennen führt das Team die WM klar an, und der Fahrer an der Spitze ist nicht mehr nur ein Gewinner, sondern bereits der neue Referenzpunkt im Fahrerlager.