McLaren hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Intel geschlossen und den Chiphersteller damit als offiziellen Computing-Partner für seine Formel-1- und IndyCar-Programme verpflichtet. Für Intel ist es die erste direkte Beteiligung an einem Formel-1-Team seit dem Ende der Zusammenarbeit mit BMW-Sauber im Jahr 2009.
Die Vereinbarung gilt mit sofortiger Wirkung. Das Intel-Logo wird sein Debüt auf den McLaren-F1-Autos von Lando Norris und Oscar Piastri beim Kanada-Grand-Prix am kommenden Wochenende geben. Damit bleibt es nicht bei einem klassischen Sponsoringauftritt, denn McLaren und Intel verknüpfen den Deal ausdrücklich mit zusätzlicher Rechenleistung und Dateninfrastruktur für den Rennbetrieb.
Im Kern soll die Partnerschaft McLaren bei der Verarbeitung von Telemetriedaten und bei Entscheidungen an der Strecke stärken. Intel will dafür eine sichere und skalierbare Computing-Basis liefern, die Daten in verwertbare Erkenntnisse umwandelt. Dazu kommen Edge-Computing-Lösungen für die Strecke, um Analysen in Echtzeit während des Rennwochenendes zu ermöglichen.
McLaren-CEO Zak Brown sagte, Intel sei bereits ein wichtiger Teil des Technologie-Ökosystems des Teams. "Ihre Führungsrolle im Computing wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie wir unsere Autos entwerfen, bauen und einsetzen. Wir freuen uns darauf, diese Beziehung noch weiter zu vertiefen."
Für Intel ist der Schritt auch deshalb bemerkenswert, weil das Unternehmen seit seiner Partnerschaft mit BMW-Sauber von 2006 bis 2009 kein Team mehr direkt in der Formel 1 unterstützt hatte. Damals endete das Engagement mit dem Rückzug von BMW aus der Formel 1 nach der Saison 2009.
Die Zusammenarbeit reicht über die Formel 1 hinaus. Intel wird auch Arrow McLaren in der IndyCar-Serie und McLarens F1-Sim-Racing-Programm unterstützen. Branding ist für ein Arrow-McLaren-Auto beim Freedom 250 in Washington, DC, im August vorgesehen. Beim Indianapolis 500 soll die Präsenz ab 2027 ausgeweitet werden, ebenso im Sim-Racing auf den Stage-Simulatoren und der virtuellen Lackierung.
Intel-CEO Lip-Bu Tan bezeichnete Formel 1 und IndyCar als "ultimative Bewährungsproben für Hochleistungs-Computing". Gemeinsam würden Intel und McLaren "die Grenzen des Möglichen verschieben und Daten in einen Wettbewerbsvorteil in jeder Kurve verwandeln".
Für McLaren liegt die Bedeutung des Deals damit nicht nur in einer neuen Marke auf dem Auto, sondern in einem technischen Ausbau, der direkt auf Leistung am Rennwochenende zielt.
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