Arvid Lindblad sagt, dass wiederholte Technikprobleme in China, Japan und Miami ihn in seiner Rookie-Saison in der Formel 1 bei Racing Bulls um entscheidende Fahrzeit gebracht haben und seinen Fortschritt schon nach sechs Rennen spürbar bremsen.
Dabei hatte der 18-jährige Brite seine F1-Karriere mit Platz acht in Australien stark begonnen. Seit Melbourne ist ihm aber kein weiterer Punkt gelungen. In den beiden Rennen, in denen sowohl er als auch Teamkollege Liam Lawson das Ziel erreichten, kam Lindblad jeweils hinter Lawson ins Ziel.
Für einen Rookie wiegt das verlorene Pensum besonders schwer. Während erfahrenere Fahrer auf viel Simulatorarbeit und bestehendes Formel-1-Wissen zurückgreifen können, muss Lindblad noch lernen, wie sich Reifenmanagement, Rennpace und die Balance des Autos über ein komplettes Grand-Prix-Wochenende entwickeln.
Besonders deutlich wurde das in Miami. Dort verpasste Lindblad wegen Problemen an seinem Auto zum zweiten Mal in dieser Saison ein Sprintrennen. Danach sagte Arvid Lindblad, Racing-Bulls-Fahrer, dass ihm die fehlenden Kilometer für den Rest des Wochenendes sofort schadeten: „Wir wussten vor dem Start, dass es nicht einfach werden würde, einfach weil wir durch das verpasste Sprint-Rennen viel Fahrzeit verloren hatten.“
Im Rennen selbst kam er zunächst nur schwer zurecht. Lindblad erklärte, der erste Stint sei nicht gut gewesen, er habe auf den Medium-Reifen stark zu kämpfen gehabt und das Auto sei schwierig zu fahren gewesen. Erst nach dem Wechsel auf die harten Reifen habe er sich deutlich wohler gefühlt, und auch die Pace sei dann klar besser gewesen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er die Ursachen nicht nur beim Material sucht. Das Team müsse analysieren, was er selbst besser hätte machen können und was man gemeinsam besser hätte lösen können.
Wie groß der Rückstand an Erfahrung ist, zeigte sich für ihn schon in den ersten Rennrunden in Miami. „In den ersten 20 Runden habe ich enorm viel gelernt“, sagte Lindblad. „Wenn ich das Rennen heute mit dem Wissen aus Runde 20 begonnen hätte, hätte das einen riesigen Unterschied gemacht.“
Gerade deshalb bekommt der Blick auf Kanada zusätzliches Gewicht. Lindblad hofft, dass sich die Probleme dort nicht wiederholen. Das ist für ihn umso wichtiger, weil Montreal die nächste neue Strecke für ihn ist und vor dem Sprint-Qualifying nur eine Stunde freies Training zur Verfügung steht. Für einen Fahrer, dessen Saisonstart bislang vor allem von verlorener Fahrzeit geprägt ist, macht das den nächsten Entwicklungsschritt noch dringlicher.
© Eterna