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Lawson droht Punktverlust nach FIA-Ermittlung

Liam Lawson hat den Sprint beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone zwar als Achter beendet, doch der einzige Punkt des Racing-Bulls-Fahrers steht nach einer FIA-Untersuchung auf der Kippe. Die Rennkommissare prüfen, ob der Neuseeländer im Duell mit Isack Hadjar unter Bremsen unzulässig die Richtung geändert hat.

Lawson war von Platz neun gestartet, kam im Verlauf des 17-Runden-Sprints an Hadjar vorbei und brachte Rang acht als letzte punkteberechtigte Position ins Ziel. Damit schien er im vierten Sprint der Formel-1-Saison 2026 zunächst den letzten verfügbaren Zähler gesichert zu haben. Kurz nach Rennende wurde sein Resultat jedoch vorläufig, weil die Szene aus den Schlussrunden den Stewards gemeldet wurde.

Der entscheidende Moment spielte sich auf dem Weg nach Stowe ab. Hadjar setzte Lawson auf der Hangar Straight unter Druck und schien sich für einen Angriff neben den Racing-Bulls zu schieben. In der Bremsphase bewegte sich Lawson sichtbar spät nach links, worauf Hadjar zurückstecken musste, um eine Berührung zu vermeiden. Genau diese Verteidigungsaktion steht nun im Mittelpunkt der Untersuchung.

Isack Hadjar machte seinen Ärger unmittelbar über Funk deutlich. Der Franzose sagte zu seinem Team: „Mann, das war verrückt! Beim Bremsen so hart die Richtung geändert!“ Sein Renningenieur Richard Wood antwortete: „Ja, wir haben das gesehen.“ Die Reaktion unterstrich, wie kritisch Hadjar das Manöver einschätzte, noch bevor die Rennleitung aktiv wurde.

Für Lawson ist der Fall sportlich brisant, weil der Abstand im Ziel minimal war. Hadjar kam nur 0,7 Sekunden hinter ihm als Neunter ins Ziel. Schon eine kleine Zeitstrafe könnte daher reichen, um Lawson den achten Platz zu nehmen und Hadjar auf die letzte Punkterangposition vorzuschieben.

Lawson selbst schilderte das Rennen nach dem Sprint ohne direkten Bezug auf die Untersuchung vor allem als hartes Duell. Liam Lawson, Racing-Bulls-Fahrer, sagte: „Wir hatten einen schlechten Start. Ich erinnere mich nicht einmal daran, Isack am Start überholt zu haben, aber ich muss ihn irgendwo gekriegt haben, weil er gegen Ende des Rennens offensichtlich wieder zurückkam. Am Ende war es ein guter Kampf.“

Hadjar deutete später an, dass es ihm nicht allein um den einen Sprint-Punkt gehe, sondern um die Bewertung des Manövers. Er sagte: „Ich werde diesem letzten Punkt nicht so hart hinterherjagen. Aber ich hoffe, dass die Entscheidung mit Augenmaß getroffen wird, denn das war im Auto sehr aggressiv.“

Damit hängt die endgültige Sprint-Wertung nun an der Entscheidung der Stewards. Sollte Lawson für die Aktion in Stowe bestraft werden, würde sich nicht nur die Reihenfolge auf den letzten Punkterängen ändern, sondern auch Lawsons auf der Strecke erkämpfter Silverstone-Ertrag nachträglich in Luft auflösen.