© Jake Archibald from London, England

Helmut Marko lässt Verstappen-Zukunft offen

Helmut Marko hat nach seinem Treffen mit Jos Verstappen und Raymond Vermeulen in Amsterdam zwar eine Erklärung geliefert, den Inhalt des Gesprächs über Max Verstappens Zukunft aber konsequent offengelassen und die Spekulationen damit nicht beendet.

Auslöser war ein in der Vorwoche veröffentlichtes Foto, das den ehemaligen Red-Bull-Berater auf einer Terrasse in Amsterdam mit Verstappens Vater Jos und dessen Manager Raymond Vermeulen zeigte. Weil Max Verstappen seine sportliche Zukunft für die kommenden Jahre nicht öffentlich festgelegt hat, löste das Bild sofort neue Debatten über seine nächsten Schritte und einen möglichen Wechsel ab 2027 aus.

Marko selbst wich konkreten Nachfragen jedoch aus. Gegenüber GPblog sagte Helmut Marko, ehemaliger Motorsport-Berater von Red Bull Racing, schon vor der eigentlichen Frage: „Mein Besuch war privat, wenn du das fragen willst.“ Auf die Frage nach Verstappens Zukunft legte er nicht nach, sondern antwortete nur: „Ich habe keine Ahnung. Ich bin nicht mehr verantwortlich.“

Gegenüber oe24 versuchte Marko, dem Treffen einen harmloseren Rahmen zu geben. Er sprach von einem seit Längerem geplanten Privatbesuch und stellte das Zusammensein als jährliche Tradition dar. Nach seiner Darstellung besucht er die Verstappens einmal im Jahr, zudem verwies er auf familiäre Gründe im Umfeld von Jos Verstappen.

Gerade diese Zurückhaltung fällt auf, weil Marko über Jahre als einer der offensten Einblicke in Red Bulls interne Abläufe galt und zudem als enger Vertrauter von Max Verstappen. Umso bemerkenswerter war, dass er auch zur sportlichen Lage des Teams jede Einordnung vermied. Stattdessen verwies er nur darauf, dass man dazu Laurent Mekies fragen müsse.

Damit bleibt die zentrale Frage vor dem Belgien-Grand-Prix unbeantwortet. Verstappens Lager trifft sich mit einer der wichtigsten Figuren aus seinem Red-Bull-Umfeld, doch Marko verweigert jede inhaltliche Erklärung und schafft damit eher mehr Raum für Interpretationen als weniger.

Dazu kommt ein weiterer ungewöhnlicher Schritt von Marko. Gegenüber GPblog kündigte er an, in diesem Jahr kein einziges Grand Prix mehr zu besuchen. Falls es dabei bleibt, wird er in dieser Saison nicht mehr im Fahrerlager auftauchen, während die Unsicherheit um Verstappens Zukunft bei Red Bull bestehen bleibt.