Lewis Hamilton hat die Rücktrittsgerüchte vor dem Kanada-Grand-Prix in Montreal deutlich zurückgewiesen und klargemacht, dass er bei Ferrari bis 2027 unter Vertrag steht und nicht daran denkt, die Formel 1 zu verlassen.
Der siebenmalige Weltmeister sagte am Medientag, seine Zukunft sei aus seiner Sicht eindeutig geregelt. „Ich stehe noch unter Vertrag, also ist für mich alles zu 100 Prozent klar“, sagte Hamilton. „Ich bin immer noch fokussiert, ich bin immer noch motiviert, ich liebe das, was ich tue, immer noch von ganzem Herzen, und ich werde noch eine ganze Weile hier sein. Also gewöhnt euch dran.“
Hamilton reagierte dabei auch direkt auf die anhaltenden Spekulationen um ein mögliches Karriereende. „Es gibt viele Leute, die versuchen, mich in den Ruhestand zu schicken, und das ist nicht einmal in meinen Gedanken“, sagte er. Er machte zugleich deutlich, dass er seinen Horizont längst nicht nur bis zum Saisonende richtet: Er denke bereits darüber nach, was als Nächstes komme, und plane „die nächsten fünf Jahre“.
Dass das Thema überhaupt so hartnäckig geblieben ist, hängt mit Hamiltons schwierigem ersten Ferrari-Jahr 2025 zusammen. Es war die erste Saison seiner Formel-1-Karriere ohne Grand-Prix-Podium. Dazu kamen öffentliche Stimmen aus dem Fahrerlager, unter anderem von Ex-Fahrer und Sky-Deutschland-Experte Ralf Schumacher, der Hamilton und Fernando Alonso zuletzt geraten hatte, „jungen Leuten eine Chance“ zu geben.
Ganz verstummt war die Debatte auch deshalb nicht, weil Charles Leclerc teamintern weiter oft den Maßstab setzt. Mehrere Berichte nennen China bislang als einziges Rennen 2026, in dem Hamilton seinen Ferrari-Teamkollegen schlagen konnte. In den ersten sechs Qualifyings einschließlich der Sprint-Sessions lag Leclerc demnach 4:2 vorn, mit einem durchschnittlichen Vorteil von 0,081 Sekunden.
Gerade deshalb ist Hamiltons Auftritt in Montreal mehr als nur ein Dementi. Er hat das Bild eines Fahrers zurückgewiesen, der vor dem Ende steht, und stattdessen eines vermittelt, der sich weiter an Ferraris Projekt bindet. Für die unmittelbare Zukunft nimmt das auch den Spekulationen über ein frei werdendes Cockpit den Boden, das zuletzt immer wieder mit Ferrari-Junior Oliver Bearman in Verbindung gebracht worden war.
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