Lewis Hamilton hat am Rande des Großen Preises von Ungarn erklärt, dass Karate ein „wirklich wichtiger“ Teil seines Lebens gewesen sei, weil es ihm schon als Kind half, Mobbing und überschüssige Energie in Disziplin, Selbstkontrolle und Widerstandskraft umzulenken, die ihm bis heute in der Formel 1 dienen.
Der Ferrari-Pilot sagte, er habe im Alter von sechs Jahren darum gebeten, mit Karate anzufangen, weil er gemobbt wurde. Dieses Mobbing habe „sehr, sehr lange“ angehalten, von der Grundschule bis in die weiterführende Schule. Karate habe ihm dabei das Selbstvertrauen gegeben, sich zu behaupten und mit den Angreifern umzugehen.
„Karate war ein wirklich wichtiger Teil meines Lebens“, sagte Hamilton während des Ungarn-Wochenendes. Dort, so erklärte er, habe er viel Disziplin gelernt. Er sei „ein ganz normales Kind mit sehr viel Energie“ gewesen, „an den Wänden hochgesprungen“ und auf Bäume geklettert. Diese Energie habe in eine Richtung gelenkt werden müssen, sonst wäre er „mit der Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, wahrscheinlich auf die schiefe Bahn geraten“.
Für Hamilton endete diese Erfahrung nicht mit der Schulzeit. Er zog eine direkte Linie von den damaligen Erlebnissen in seine Karriere im Motorsport. „Als ich dann an die Rennstrecke kam, war es dasselbe. Es gibt dort auch Mobber“, sagte er. Damit beschrieb er Einschüchterung nicht als etwas, das nur zu seiner Kindheit gehörte, sondern als Muster, dem er auch später im Rennsport begegnete.
Gerade darin sieht Hamilton den bleibenden Wert des Karate. Es habe ihm nicht nur geholfen, sich zu verteidigen, sondern auch sich selbst besser zu verstehen. Die Sportart habe ihm gezeigt, welche innere Stärke er besitzt und wie er sie „für Gutes statt für Negatives“ einsetzen könne.
Hamilton ist heute 41 Jahre alt, fährt für Ferrari und liegt in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 auf Rang zwei hinter Andrea Kimi Antonelli. Seine Aussagen aus Ungarn zeichnen den mentalen Kern nach, auf den er sich seit seiner Kindheit stützt: Disziplin und Selbstbeherrschung als Mittel, um mit Druck, Einschüchterung und Konkurrenz auch auf der Rennstrecke umzugehen.
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