Isack Hadjar hat eingeräumt, vor seinem Wechsel zu Red Bull an der Seite von Max Verstappen "ein paar Zweifel" gehabt zu haben, präsentiert sich in der ersten Phase der Formel-1-Saison 2026 aber deutlich konkurrenzfähiger als die meisten jüngeren Teamkollegen des Weltmeisters.
Hadjar sagte gegenüber Medien, darunter RacingNews365: "Natürlich kommst du ins Team und weißt, wo du gelandet bist. Ich hatte definitiv ein paar Zweifel, weil es Max ist. Es ist unbestreitbar, dass er großartig ist." Der 21-Jährige ergänzte: "Also ein bisschen Zweifel, ein bisschen Druck, aber bisher läuft es ziemlich genau so, wie ich es wollte." Und weiter: "Ja, es war definitiv in meinem Kopf."
Diese Unsicherheit kommt nicht aus dem Nichts. Seit Daniel Ricciardos Abschied Ende 2018 hat sich das zweite Red-Bull-Cockpit als besonders harter Prüfstand erwiesen. Pierre Gasly hielt sich nur 11 bis 12 Rennen, Alex Albon nur anderthalb Saisons, Sergio Perez wurde trotz vier Jahren im Team ersetzt, Liam Lawson kam 2025 nur auf zwei Grands Prix, und auch Yuki Tsunoda konnte sich in der Rolle nicht festsetzen.
Gerade deshalb fällt Hadjars Start ins Jahr 2026 auf. Anthony Davidson sagte bei Sky Sports F1, Hadjar sei "besser als viele Red-Bull-Fahrer neben Verstappen" unterwegs. Über die ersten 11 Runden hinweg liege er im Qualifying "im Schnitt knapp unter zwei Zehnteln" zurück. Davidson wertete das als besser als Red Bulls angebliches Maximalziel von drei Zehnteln Abstand.
Diesen Eindruck hat Hadjar auch mit Ergebnissen untermauert. Er startete in Melbourne aus der zweiten Reihe, holte mit Platz vier in Monaco sein bislang bestes Resultat und kam in der ersten Saisonhälfte auf 68 Punkte. Nach 10 Runden lag er damit auf Rang acht in der Fahrerwertung, während Verstappen 109 Zähler gesammelt hatte.
Sollte Hadjar diesen Qualifying-Abstand von unter drei Zehnteln halten und weiter in diesem Rhythmus punkten, würde er etwas schaffen, das laut Davidson keinem Red-Bull-Teamkollegen von Verstappen seit Ricciardo über längere Zeit gelungen ist. Für Red Bull wäre das ein starkes Signal, im zweiten Auto endlich wieder eine glaubwürdige langfristige Lösung zu haben.
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