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Formel 1 vor Miami: Pause, Upgrades, neue Debatten

Nach nur drei Grands Prix kommt die Formel 1 Anfang Mai in Miami in eine heikle Phase zurück. Mercedes hat sich in Australien, China und Japan früh nach vorn geschoben, Ferrari, Red Bull und McLaren sind in Schlagdistanz, und am Miami International Autodrome werden laut den vorliegenden Berichten die ersten großen Upgrade-Pakete der Teams erwartet. Dazu läuft im Hintergrund bereits die nächste Regeldiskussion.

Die Saison 2026 geht vom 1. bis 3. Mai mit dem Miami Grand Prix weiter. Die Lücke im April entstand, weil Bahrain am 12. April und Saudi-Arabien am 19. April aus dem Kalender genommen wurden. Laut den Berichten geschah das nach den iranischen Vergeltungsschlägen auf amerikanische Militärbasen in der Golfregion im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten. Für die Formel 1 bedeutete das schon nach drei Rennen eine ungewöhnlich lange Unterbrechung.

Gerade deshalb bekommt Miami sportlich mehr Gewicht. Ein Bericht beschreibt das Rennen als den Moment, in dem die erste große Entwicklungsrunde der Saison auf die Strecke kommt. Die frühen Kräfteverhältnisse könnten sich dort verschieben, weil mehrere Teams mit größeren Updates zurückerwartet werden. Nach den ersten drei Wochenenden wirkt Mercedes laut den Berichten wie eine der frühen Referenzen, aber Ferrari, Red Bull und McLaren bleiben direkt dran.

Während die Autos stehen, laufen die Gespräche weiter. Am 9. April fand laut einem Bericht das erste Treffen zwischen FIA und Teams über mögliche Regeländerungen statt. Im Laufe des Monats sollen weitere Runden folgen, darunter offizielle Sitzungen wie die F1 Commission sowie Gespräche von Formel-1-Chef Stefano Domenicali mit Teams und Fahrern. Im Mittelpunkt steht laut den Berichten das Energiemanagement. Dazu wird die Debatte um "ADUO" konkreter, verbunden mit möglichen Updates an den Power Units und ersten offiziellen Entscheidungen.

Ein Bericht geht bei den technischen Folgen noch weiter und spricht von einer exklusiven Einschätzung: Ferrari, Audi und Honda sollen demnach wieder die maximal erlaubten Zugeständnisse erhalten, während Red Bull davon ausgeschlossen sein könnte. Dieselbe Quelle berichtet auch, dass Fahrer hoffen, strittige Punkte könnten noch in der laufenden Saison umgesetzt werden. Bestätigt ist in den vorliegenden Informationen nur, dass die Diskussionen im April weitergehen.

Parallel dazu gibt es bereits Spekulationen über den Kalender. Robert Doornbos sagte als Botschafter des Abu Dhabi Grand Prix im Interview mit Ziggo Sport über eine mögliche Rückkehr von Jeddah: „Wir kennen Aramco als Sponsor der Formel 1. Sie bewerben die Veranstaltung in Dschidda enorm, weil das ihr Schmuckstück ist. Dschidda könnte in diesem Jahr noch in den Kalender zurückkehren.“

Doornbos ergänzte als Botschafter des Abu Dhabi Grand Prix im Interview mit Ziggo Sport: „Sie sagen jetzt, dass sie Abu Dhabi um eine Woche verschieben und Dschidda dazwischen einschieben.“ Laut seiner Darstellung würde die Saison dann mit „vier Rennen in Folge beenden, Las Vegas, Katar, Dschidda und Abu Dhabi“. In den Berichten heißt es auch, dass Bahrain ebenfalls als Nachholrennen im Gespräch sein könnte. Einen offiziellen neuen Termin gibt es dafür bislang nicht.