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Formel 1 prüft Bahrain-Rückkehr am 4. Oktober

Die Formel 1 will noch vor ihrer Sommerpause entscheiden, ob sie den gestrichenen Grand Prix von Bahrain am 4. Oktober in den Kalender 2026 zurückholt. F1-Präsident und CEO Stefano Domenicali bestätigte am Rande des Grand Prix von Großbritannien, dass ein ausgefallenes Rennen noch nachgeholt werden könnte, wobei Bahrain als wahrscheinlichste Option für die Lücke zwischen Aserbaidschan und Singapur gilt.

Die Serie hatte die ursprünglich für April geplanten Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien wegen des Nahost-Konflikts streichen müssen. Damit schrumpfte der zunächst auf 24 Rennen ausgelegte Kalender auf 22 Läufe. Sollte Bahrain tatsächlich zurückkehren, würde die Saison wieder auf 23 Grands Prix anwachsen.

Domenicali sagte im Interview mit Sky Sports F1, die Tür sei weiter offen: „Wenn es etwas gibt, das wir ankündigen können, auch in Bezug auf die Möglichkeit zu prüfen, ob es Platz für das gibt, was bisher nicht stattgefunden hat, dann werden wir das tun, zum richtigen Zeitpunkt und unter den richtigen Bedingungen.“ Er ergänzte: „Das ist wirklich die Hoffnung, denn wenn alle Bedingungen stimmen, werden wir mit unserem Plan weitermachen. Wenn es eine Chance gibt, warum sollten wir sie nicht nutzen?“

Der Spielraum ist allerdings eng. Domenicali machte klar, dass eine Entscheidung vor der Sommerpause fallen muss, die nach dem Grand Prix von Ungarn am 26. Juli beginnt. Spätere Änderungen würden die Logistik für Teams, Ausrüster und Veranstalter deutlich komplizierter machen.

Nach übereinstimmenden Berichten ist das Wochenende vom 2. bis 4. Oktober das einzig realistische Zeitfenster. Bahrain würde dann den freien Slot zwischen dem Grand Prix von Aserbaidschan und dem Grand Prix von Singapur füllen. Für die Teams hätte das erhebliche Folgen: Die Schlussphase der Saison würde sich auf neun Rennen in elf Wochen verdichten.

Die Bahrain-Option ist zugleich ein Signal dafür, wie die Formel 1 die Lage in der Region bewertet. Domenicali betonte, dass die Serie weiterhin darauf hinarbeitet, den Kalender wie geplant zu Ende zu fahren. Die letzten beiden Saisonrennen sind für den 29. November in Katar und den 6. Dezember in Abu Dhabi angesetzt.

„Unsere Pflicht ist es, sicherzustellen, dass wir bereit sind, unseren Kalender wie geplant auszutragen“, sagte Domenicali. Die Formel 1 beobachte die Entwicklung genau, weil eine Austragung „eine unglaublich positive Botschaft für den Sport, aber auch politisch“ wäre.

Gleichzeitig hält die Formel 1 eine Absicherung bereit, falls das Saisonfinale im Nahen Osten nicht sicher durchführbar sein sollte. In diesem Fall gilt Portimão als Ausweichoption für das Jahresende, während die Entscheidung über Bahrain in den kommenden Wochen fallen muss.