© Jonathan Borba

Formel 1 bestätigt Bahrain-GP in Malaysia

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Die Formel 1 hat bestätigt, dass der abgesagte Bahrain-Grand-Prix am 4. Oktober 2026 in Sepang ausgetragen wird und trotz des Ortswechsels offiziell als „Formula 1 Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia“ im Kalender bleibt.

Damit kehrt die Serie nach neun Jahren nach Malaysia zurück, allerdings ohne einen Malaysia-GP im eigentlichen Sinn. Das Rennwochenende auf dem Sepang International Circuit bei Kuala Lumpur ist für den 2. bis 4. Oktober angesetzt und füllt die Lücke zwischen dem Aserbaidschan-GP Ende September und dem Singapur-GP am 11. Oktober. Für die Formel 1 entsteht so ein weiterer Triple-Header in einer ohnehin verdichteten Schlussphase der Saison.

Auslöser für die Sonderlösung ist die anhaltende Sicherheitslage im Nahen Osten. Bahrain war ursprünglich als Lauf im April in Sakhir vorgesehen, wurde aber zusammen mit Saudi-Arabien wegen des Konflikts in der Region verschoben beziehungsweise gestrichen. Eine spätere Rückkehr nach Bahrain galt zeitweise als Option, wurde nach erneuten Angriffen aber verworfen.

Dass das Rennen in Malaysia stattfindet und dennoch Bahrain im Namen trägt, ist Teil einer speziellen Vereinbarung zwischen Formel 1, Bahrain und Malaysia. Den Berichten zufolge übernimmt Bahrain den Großteil der Kosten, Gulf Air bleibt Titelsponsor, und das Rennen behält damit seine offizielle Identität. Statistisch wird der Lauf deshalb als Bahrain Grand Prix gewertet und nicht als neuer Malaysia-Grand-Prix.

Stefano Domenicali, Präsident und CEO der Formel 1, nannte die Entscheidung „fantastische Neuigkeiten“ für die Fans. Sie würden „weiterhin einen vollen und aufregenden Formel-1-Kalender genießen können und gleichzeitig die Rückkehr des Sports an einen großartigen Austragungsort erleben“. Domenicali sagte zudem, die Formel 1 habe damit erneut ihre Fähigkeit bewiesen, „sich anzupassen, Lösungen zu finden und Ergebnisse zu liefern“.

Mit der Sepang-Lösung bleibt der Kalender vorerst bei 23 Rennen. Das ist für die Formel 1 nicht nur sportlich wichtig, sondern auch kommerziell, weil laut den Berichten mindestens 22 Grands Prix benötigt werden, um Verpflichtungen gegenüber TV-Partnern und anderen Vertragspartnern zu erfüllen. Zugleich verschafft sich die Serie damit Spielraum, falls die Saisonfinals in Katar und Abu Dhabi ebenfalls noch von der Lage in der Region betroffen werden. Offiziell heißt es bislang: „Der Rest des Kalenders bleibt unverändert.“

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