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F1 Academy erweitert Rookie-Test mit Wissenschaftscamp

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Die F1 Academy baut ihren Rookie-Test 2026 zu einem wissenschaftlich gestützten Auswahl- und Entwicklungsprogramm aus: 18 potenzielle künftige Fahrerinnen werden zunächst vom 25. bis 27. August an der Loughborough University untersucht und vorbereitet, ehe sie vom 9. bis 11. September auf dem Circuito de Navarra in F1-Academy-Fahrzeugen auf die Strecke gehen.

Neu ist das Rookie Training Camp, das der Testserie vorgeschaltet wird und die Bewertung der Fahrerinnen deutlich über ihre Rundenzeiten hinaus erweitert. In Loughborough durchlaufen die Teilnehmerinnen physiologische Profilings, kognitive Tests und Leistungsscreenings mit VALD-Technologie. Experten der Universität leiten außerdem Seminare und interaktive Workshops zu Kraft und Kondition, Performance-Lifestyle, Resilienz sowie jenen Verhaltensweisen, die im Spitzensport entscheidend sind.

Damit reagiert die F1 Academy auf die Ergebnisse ihres ersten Rookie-Tests im Jahr 2025. Sieben damalige Teilnehmerinnen erhielten anschließend feste Cockpits für das Starterfeld 2026, zwei weitere kamen in dieser Saison zu Wild-Card-Einsätzen. Der Rookie-Test hat sich damit bereits als relevanter Zugang zur Meisterschaft erwiesen. Das erweiterte Format soll nun früher und umfassender erfassen, welche Fahrerinnen für die Anforderungen eines professionellen Junior-Formelprogramms gerüstet sind.

Katie Denver, Performance & Talent Development Manager der F1 Academy, verwies auf die Erkenntnisse aus der Premiere. „Der Erfolg unseres ersten Rookie-Tests 2025 hat sowohl die Tiefe des weiblichen Renntalents auf diesem Entwicklungsweg als auch die Bedeutung von Chancen gezeigt, bei denen Fahrerinnen ihr Potenzial präsentieren können“, erklärte Denver.

Für 2026 gehe das Programm mit dem neuen Camp an der Loughborough University einen Schritt weiter, sagte sie. Der Ansatz solle die Fahrerinnen nicht nur auf der Strecke unterstützen, sondern ihnen mithilfe wissenschaftlich fundierter Athletinnenentwicklung auch ein besseres Verständnis ihrer körperlichen, kognitiven und verhaltensbezogenen Leistung vermitteln.

Der Test in Navarra soll diese Vorbereitung in eine realitätsnahe Rennumgebung übertragen. Die 18 Fahrerinnen arbeiten dort innerhalb eines F1-Academy-Teamumfelds, verfolgen Fahrer- und Ingenieursbesprechungen und erhalten Einblick in die operativen Anforderungen des Junior-Formelsports. Medienbriefings und Assessments gehören ebenfalls zum Ablauf, um die Teilnehmerinnen auf die Aufgaben abseits der Strecke vorzubereiten. Den Abschluss bilden die Fahrten in F1-Academy-Autos.

Die gemeinsam mit der Loughborough University entwickelte Initiative dient somit nicht allein der Talentsichtung für künftige F1-Academy-Saisons. Sie soll zugleich wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entwicklung weiblicher Athletinnen, ihre Leistungssteigerung und die Herausforderungen beim Übergang in höhere Kategorien liefern. Diese Daten sollen das Verständnis für die Förderung von Fahrerinnen im gesamten Motorsport verbessern.

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