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Christian Horner darf in die Formel 1 zurück

Christian Horner kann in die Formel 1 zurückkehren, nachdem seine Wettbewerbsklausel am 8. Mai ausgelaufen ist und damit die Spekulationen über seine nächste Rolle im Fahrerlager sofort neue Dynamik bekommen haben.

Der 52-Jährige war nach seinem Aus bei Red Bull Racing zehn Monate lang an eine sogenannte Gardening-Periode gebunden und durfte in dieser Zeit kein rivalisierendes Team übernehmen. Diese Einschränkung hing laut den vorliegenden Berichten mit dem Schutz von geistigem Eigentum und vertraulichem Formel-1-Wissen zusammen. Seit der Woche ab dem 11. Mai ist Horner wieder frei, bei jedem Team zu unterschreiben.

Das macht seine Verfügbarkeit zu einem der großen Personalthemen der Formel 1. Horner war seit 2005 der einzige Teamchef von Red Bull und prägte eine Ära, in der das Team sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und acht Fahrertitel gewann. Die Titelserien verteilten sich auf Sebastian Vettels dominante Jahre von 2010 bis 2013 und Max Verstappens Lauf von 2021 bis 2024, bevor Horner am 9. Juli des vergangenen Jahres entlassen wurde.

Gerade deshalb bekommt auch die öffentliche Unterstützung aus der FIA besonderes Gewicht. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sagte am Rande des Miami-Grand-Prix-Wochenendes in einem Gespräch mit ausgewählten Medien, darunter RacingNews365: „Wenn Sie mich fragen, wir vermissen ihn in diesem Sport, und ich auch. Ich halte Kontakt mit ihm. Er war gut für das Team, gut für den Sport.“ Ben Sulayem fügte hinzu: „Wir würden ihn willkommen heißen, und jemand wie er wird immer seinen Weg finden. Und er will zurückkommen.“

Dass Horner selbst auf eine Rückkehr zielt, hat er bereits deutlich gemacht. Er sagte, er habe „noch offene Rechnungen in der Formel 1“ und betonte: „Ich würde nur für die richtige Gelegenheit zurückkehren, um mit großartigen Menschen zu arbeiten und in einem Umfeld zu arbeiten, in dem die Leute gewinnen wollen.“

An Interesse an seiner Person hat es in den vergangenen Monaten nicht gefehlt. Horner wurde mit Alpine, Aston Martin, Ferrari und sogar mit einer Führungsrolle im MotoGP-Umfeld in Verbindung gebracht. Nach den vorliegenden Berichten ist jedoch keine dieser Optionen konkret geworden, und Horner hat mit keinem Team eine Vereinbarung getroffen.

Genau darin liegt nun die eigentliche Geschichte: Aus einem langfristigen Gerücht ist ein unmittelbares Thema geworden. Horner ist wieder verfügbar, er will zurück in die Formel 1, und im Fahrerlager geht es nicht mehr um die Frage, ob er zurückkehren kann, sondern wann und wo.