Valtteri Bottas sieht bei Cadillac nach den jüngsten Upgrades einen Schritt nach vorn, doch der Formel-1-Neuling von 2026 steckt laut dem Finnen weiter im „Niemandsland“ und hat noch nicht konstant das Tempo, um das Mittelfeld anzugreifen.
Das deutlichste Signal dafür kam in Silverstone. Beim Großen Preis von Großbritannien sah Cadillac nach dem großen Update-Paket aus Österreich zum ersten Mal belastbare Anzeichen, dass die Entwicklungsrichtung stimmt. Beide Autos kamen ins Ziel, und Sergio Perez stellte sein bestes Saisonergebnis ein.
Bottas sagte nach dem Rennen, es sei „auf jeden Fall gut, ins Ziel zu kommen, und in den letzten drei Rennen haben wir das nicht geschafft, also haben wir es jetzt endlich geschafft“. Gleichzeitig machte er klar, dass das allein die grundsätzliche Lage nicht verändert habe. Man habe „viele gute Informationen“ gesammelt, „aber es ist immer noch ziemlich klar, dass wir uns ein bisschen im Niemandsland befinden. Aber zeitweise schienen wir etwas näher an Haas oder Williams zu sein.“
Gerade deshalb war Silverstone für Cadillac wichtig. Schon in Österreich hatte das Team ein großes Upgrade gebracht, konnte dessen Wirkung im Rennen aber kaum bewerten, weil sowohl Bottas als auch Perez nach Bremsbränden in den Anfangsrunden ausfielen.
In Silverstone zeigte sich dann zwar ein Fortschritt, aber auch die Grenze des aktuellen Pakets. Bottas arbeitete sich in der Anfangsphase bis auf Platz 16 nach vorn, räumte jedoch ein, dass Cadillac diese Position aus eigener Rennpace nicht halten konnte. Auf die Frage, ob er die Autos vor ihm hätte halten können, antwortete er knapp: „Nicht wirklich.“ Danach sei man „natürlich irgendwie auf unseren Platz zurückgefallen“.
Damit bleibt die zentrale Frage für Cadillac unverändert: Das Team kommt näher heran, ist aber noch nicht dort, wo es Haas und Williams dauerhaft unter Druck setzen kann. Bottas sprach deshalb von einem weiteren wichtigen Schritt, den das Team noch machen müsse.
Dieser nächste Schritt soll in Spa folgen. Bottas sagte, Cadillac habe nun „zwei Wochen Zeit, um zu versuchen, das Auto schneller zu machen“ und fügte hinzu: „Ich bin sicher, dass wir in Spa etwas ans Auto bringen werden. Wir müssen einfach Schritt für Schritt weitermachen.“
Nach einem Wochenende, das endlich verwertbare Daten und ein vollständiges Rennergebnis brachte, richtet sich der Blick damit auf Belgien, wo sich zeigen soll, ob Cadillac den Abstand zum Mittelfeld mit den nächsten Neuteilen tatsächlich weiter verkürzen kann.
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