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Button: Auch Hamilton und Verstappen zweifeln

Jenson Button sagt, dass selbst Lewis Hamilton und Max Verstappen in der Formel 1 mit Selbstzweifeln kämpfen, obwohl beide den Sport über Jahre geprägt haben. Der Weltmeister von 2009 beschrieb Unsicherheit im Beyond the Grid-Podcast als einen festen Teil des Fahrerlebens und nicht als Problem, das nur weniger erfolgreichen Piloten vorbehalten ist.

„Als Fahrer sind wir fehlerhaft. Wir sind unsicher, und das gilt für jeden Fahrer“, sagte Button. Damit rückte er die mentale Belastung in den Mittelpunkt eines Sports, in dem selbst größte Erfolge keinen dauerhaften Schutz vor Zweifel bieten.

Als Beispiel nannte Button einen Funkmoment von Hamilton aus dem vergangenen Jahr bei Ferrari. Nachdem Hamilton eine Frage gestellt und keine Antwort erhalten hatte, habe er reagiert mit: „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Gerade das habe ihn getroffen, erklärte Button, weil Hamilton als siebenmaliger Weltmeister eigentlich ein Selbstvertrauen haben müsse, das „jenseits von allem“ liege. Trotzdem, so Button, „schleichen sich Unsicherheiten ein“.

Auf die Frage, ob das auch für Verstappen gelte, antwortete Button eindeutig: „Ja, ich glaube immer noch, dass da eine gewisse Unsicherheit ist.“ Fahrer würden oft ausblenden, was sie bereits erreicht haben, und nur noch auf die letzte Session schauen. Dann kreisten die Gedanken schnell um Sätze wie: „Ich bin nicht gut genug. Ich lag zwei Zehntel hinter meinem Teamkollegen.“

Genau darin sieht Button einen der härtesten Mechanismen der Formel 1. Der Druck, den Fahrer sich selbst machten, sei „enorm“. Deshalb scheiterten seiner Ansicht nach so viele Piloten trotz ihres Talents. „Mental sind sie einfach an einem sehr dunklen Punkt“, sagte er.

Button machte auch deutlich, warum über dieses Thema im Fahrerlager so selten offen gesprochen wird. Viele Fahrer sähen solche Unsicherheit als Schwäche an und schwiegen deshalb darüber. Umso positiver bewertete er, wie offen Lando Norris in den vergangenen Jahren über mentale Gesundheit gesprochen habe. Das sei „wirklich, wirklich gut“ und gebe einem Fahrer „viel Stärke“.

Buttons Kernpunkt ist damit klar: In der Formel 1 verschwinden Zweifel nicht mit Titeln oder Siegen. Sie bleiben selbst bei den erfolgreichsten Fahrern präsent und können darüber entscheiden, ob Talent unter dem Druck trägt oder daran zerbricht.