Martin Brundles traditioneller Grid Walk vor dem Grand Prix von Monaco wurde selbst zur Geschichte des Tages, als der Sky-F1-Reporter von Security-Personal zur Seite gedrängt wurde und mit dem inzwischen viral gegangenen Satz reagierte: „Don’t push me, mate. I’m nearly famous.“
Auf der überfüllten Start-Ziel-Geraden in Monte Carlo versuchte Brundle wie gewohnt, vor dem Rennen kurze Gespräche mit prominenten Gästen zu führen. Als er Kim Kardashian ansprach mit den Worten „Kim, Martin Brundle from Sky F1, how are you today?“, bekam er zunächst keine Antwort. Kurz darauf sagte er abseits der Kamera in Richtung des Sicherheitspersonals: „No, you don’t need to push me mate.“
Der Moment stand exemplarisch für einen Grid Walk, in dem Brundle mehrfach an Begleitpersonen und engem Raum scheiterte. Kardashian lächelte ihn zwar an, wandte sich dann aber schnell ab, während ein Bodyguard eingriff. Später sagte Brundle im TV: „Normally people have a short conversation with us.“ Er versuchte es noch mit einer weiteren Frage, bekam aber erneut keine Antwort und brach den Versuch schließlich ab.
Dass die Szene so viel Aufmerksamkeit bekam, lag auch an der besonderen Kulisse in Monaco. Brundles Grid Walk ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Sky-Übertragung, lebt aber davon, dass spontane Zugänge auf dem Grid überhaupt möglich sind. Genau das wurde diesmal durch die dichte Mischung aus VIP-Gästen, Entouragen und Security besonders erschwert.
Ganz ohne Gespräche blieb Brundle dennoch nicht. Cynthia Erivo lehnte Interviews zunächst ab, beantwortete später aber doch noch ein paar Fragen, bevor die Sky-Crew aus dem Bild gewunken wurde. Karen Gillan begrüßte ihn dagegen freundlich. Gerade dieser Kontrast machte deutlich, dass nicht Brundles Format aus dem Tritt geraten war, sondern der Zugang zu einzelnen Prominenten blockiert wurde.
Der Satz an die Security wurde rasch zum prägenden Ausschnitt des Nachmittags. Ein online verbreiteter Clip soll zum Zeitpunkt der Berichte bereits mehr als 300.000 Aufrufe erreicht haben. Für Brundle war es damit ein weiterer Monaco-Grid-Walk, bei dem nicht das geplante Interview, sondern der Kampf um Zugang zur eigentlichen Schlagzeile wurde.
© Jonathan Borba