Flavio Briatore bremst die Erwartungen an einen wilden Fahrermarkt für 2027 deutlich: Der Alpine-Executive-Adviser glaubt nicht an große Verschiebungen und hält nur einen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes für realistisch.
„Am Ende glaube ich, dass nichts passieren wird. Der einzige Wechsel, der passieren könnte, ist Verstappen zu Mercedes“, sagte Briatore im Gespräch mit Moto.it. Damit stellte er gerade dieses Szenario als den einzigen echten Blockbuster-Fall für 2027 heraus.
Für Alpine selbst klingt das nicht nach einem Team, das einen großen Umbau vorbereitet. Briatore sagte, man sei „mit den Fahrern, die wir jetzt haben, zufrieden“ und werde sehen, was in Zukunft passiere. Seine Aufgabe sei es, zu bewerten, was mit dem aktuellen Aufgebot möglich sei, und falls nötig Änderungen vorzunehmen. Man prüfe jede Gelegenheit, denn das gehöre zur Marktlogik im Teammanagement.
Seine Aussagen kommen in einer Phase, in der Fernando Alonso wieder mit Alpine in Verbindung gebracht wurde. Briatore schlug dabei aber keinen konkreten Bogen zu einem Deal, sondern lobte vielmehr weiter das Niveau des Spaniers. „Leider hat Fernando in diesem Jahr kein konkurrenzfähiges Auto. Aber wenn sich auch nur eine Chance zeigt, wird er sie auf jeden Fall ergreifen“, sagte er.
Dabei hob Briatore auch Alonsos Stellenwert in der Formel 1 hervor. Alonso sei „ein phänomenale Erscheinung“, sagte Briatore, und zog den Vergleich zu Lewis Hamilton. Beide seien für die Formel 1 enorm wichtig und jeweils „eine Marke für sich“.
Dass Briatore ausgerechnet Verstappen und Mercedes als einziges mögliches Großbeben nennt, passt zu den Gerüchten im Fahrerlager, auch wenn die Berichte dazu widersprüchlich bleiben. In derselben Berichterstattung wurde Ralf Schumacher mit der Behauptung zitiert, die Offerte von Mercedes sei „sehr niedrig“ gewesen, während Jos Verstappen diese Darstellung demnach zurückgewiesen haben soll.
Gerade deshalb ist Briatores Kernaussage bemerkenswert: Trotz der Spekulationen um Alonso und trotz des üblichen Silly-Season-Lärms sieht er für 2027 kaum Bewegung. Wenn sich das bestätigt, würde sich der Blick im Topsegment des Marktes fast vollständig auf die Frage verengen, ob Verstappen tatsächlich der eine Wechsel ist, der alles in Gang setzen könnte.
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