FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat erklärt, dass Christian Horner seiner Ansicht nach in die Formel 1 zurückkehren wird und die Serie den früheren Red-Bull-Teamchef wieder willkommen heißen würde.
Gegenüber ausgewählten Medien, darunter RacingNews365, äußerte sich Ben Sulayem ungewöhnlich deutlich zur Zukunft Horners. Er sagte, er habe keinen Zweifel daran, dass der 52-Jährige früher oder später wieder einen Platz „am Tisch der Formel 1“ haben werde. „Wenn Sie mich fragen: Wir vermissen ihn in diesem Sport, und ich tue es auch“, sagte Ben Sulayem. Horner sei „gut für das Team, gut für den Sport“ gewesen.
Damit stellte sich der FIA-Präsident öffentlich hinter einen der prägendsten Teamchefs der jüngeren Formel-1-Geschichte. Horner stand 20 Jahre lang an der Spitze von Red Bull und gewann in dieser Zeit acht Fahrertitel, jeweils vier mit Sebastian Vettel und Max Verstappen, sowie sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. „Wer kann Christian Horners Namen aus dem Motorsport und der Formel 1 streichen?“, sagte Ben Sulayem. „Niemand.“
Ben Sulayem begründete seine Einschätzung auch mit dem weiter bestehenden Kontakt. Er sagte, er spreche regelmäßig mit Horner und habe ihn im Januar in Paris getroffen. Aus diesen Gesprächen leite er ab, dass eine Rückkehr nur eine Frage der Zeit sei. „Und er will zurückkommen“, sagte Ben Sulayem. „Wenn er zurückkommt, wird es so sein, als wäre er nur im Urlaub gewesen.“
Die Aussagen kommen in einer Phase anhaltender Spekulationen über Horners nächsten Schritt. Zuletzt wurde er mit Alpine in Verbindung gebracht, auch wenn sich daraus bislang nichts Konkretes ergeben hat.
Brisant ist Ben Sulayems Position auch wegen des belasteten Endes von Horners Zeit bei Red Bull. 2024 war seine Amtszeit von Untersuchungen überschattet, nachdem eine Mitarbeiterin Vorwürfe unangemessenen Verhaltens erhoben hatte. Ben Sulayem machte dennoch klar, dass er Horners sportliche Bilanz höher gewichtet. Wenn jemand eine solche Geschichte vorzuweisen habe, schaue man nicht auf dessen Glaubwürdigkeit, sagte er.
Damit hat der FIA-Präsident die Debatte um Horners Zukunft selbst neu angefacht und den früheren Red-Bull-Teamchef öffentlich als Kandidaten für eine Rückkehr auf die Formel-1-Bühne positioniert, auch wenn weiter offen ist, bei welchem Team sich diese Möglichkeit konkret ergeben könnte.
© Jonathan Borba