Audi reist nach Platz acht in Silverstone und den ersten Punkten seit dem Saisonauftakt mit spürbarem Aufwind zum Belgien-GP nach Spa, auch wenn Nico Hülkenberg dort zuletzt durch einen Getriebeschaden um eine eigene Punktechance gebracht wurde.
Der Kontrast aus Silverstone prägt die Ausgangslage des Teams vor dem zehnten Saisonrennen. Während Hülkenberg vorzeitig ausschied, brachte Audi mit Rang acht vier WM-Punkte nach Hause und wertete das Wochenende damit als weiteren Beleg für den Fortschritt der vergangenen Rennen.
Hülkenberg machte keinen Hehl daraus, wie schwer der Ausfall in Großbritannien wog. „Das vorzeitige Aus in Silverstone wegen eines Problems mit dem Getriebe war schwer zu akzeptieren, besonders weil wir vor dem Aus in einer Position waren, um um Punkte zu kämpfen“, sagte Nico Hülkenberg. Gerade deshalb richtet sich der Blick nun auf Spa als Chance, die zuletzt gezeigte Pace endlich in ein zählbares Resultat umzusetzen.
„Unsere Pace hat sich in den letzten Rennen wirklich in die richtige Richtung entwickelt“, sagte Hülkenberg. „Wir haben konstant im vorderen Teil des Mittelfelds gekämpft.“ Wenn Audi in Belgien „ein sauberes Wochenende zusammenbekommt“, habe das Team „die beste Chance, mit einem soliden Ergebnis nach Hause zu kommen“.
Allan McNish, Renndirektor von Audi Revolut F1 Team, ordnete Silverstone als „einen weiteren positiven Schritt nach vorn“ ein. Das Team habe zuletzt konstant an oder nahe der Spitze des Mittelfeldkampfs operiert, und die Rückkehr in die Punkte nach mehreren knapp verpassten Top-10-Ergebnissen sei „eine verdiente Belohnung“ gewesen.
Für Audi ist damit nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern die Bestätigung eines Trends. McNish sprach von „ermutigenden Anzeichen“ aus den vergangenen Veranstaltungen und betonte, die Herausforderung bestehe nun darin, dieses Niveau konstant zu bestätigen. Im Team herrsche eine positive Atmosphäre, und auch wenn Spa für das Auto eine andere und anspruchsvolle Aufgabe als Silverstone darstelle, sieht Audi darin die nächste Gelegenheit, den jüngsten Fortschritt zu untermauern.
© Jonathan Borba