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Antonelli vor Gericht: Ex-Manager klagt in Bologna

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Giovanni Minardi hat Andrea Kimi Antonelli vor dem Zivilgericht in Bologna verklagt, weil nach Darstellung des früheren Managers nach der einseitigen Beendigung ihres Vertrags 2025 vertraglich vereinbarte Vergütungen nicht gezahlt worden seien.

Damit ist ein Bruch öffentlich geworden, der einen der wichtigsten Wegbegleiter von Antonellis Aufstieg betrifft. Italienischen Berichten zufolge reichte Minardi die Klage in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 ein, nachdem Antonelli den Managementvertrag kurz vor seinem Schritt in die Formel 1 einseitig beendet hatte. Eine Einigung ist demnach bis heute nicht in Sicht.

Brisant ist der Fall auch deshalb, weil Minardi Antonelli seit dessen Kart-Zeit begleitet hatte. Er entdeckte den Italiener 2014, nahm ihn über Minardi Management unter Vertrag, stellte ihn zunächst Ferrari vor und wandte sich nach einer Absage aus Maranello an Toto Wolff. 2019 wurde Antonelli daraufhin ins Mercedes-Juniorprogramm aufgenommen.

Im Zentrum des Verfahrens stehen laut den Berichten „im Vertretungsmandat vereinbarte Vergütungen, die nie gezahlt wurden“. Die genaue Forderung wurde nicht veröffentlicht. Weil Antonellis Einkommen in seiner Rookie-Saison in der Formel 1 in den Berichten aber auf rund 12 bis 13 Millionen Euro geschätzt wird, ist von einer siebenstelligen Summe beziehungsweise von einem Verfahren „mit vielen Nullen“ die Rede.

Mattia Grassani, Anwalt von Giovanni Minardi, sagte gegenüber ANSA, sein Mandant habe „nie den Weg vor das Zivilgericht einschlagen wollen, aber nach reiflicher Überlegung und großem Leid blieb nur der Weg der ordentlichen Justiz“. In der vorgerichtlichen Phase habe es mehrere Treffen gegeben, um eine gütliche Lösung zu finden. „Minardi hat dafür große Bereitschaft gezeigt, aber leider war es nicht möglich, eine Einigung zu erreichen“, sagte er.

Grassani sagte zudem gegenüber Italpress, sein Mandant habe Kimi und dessen Familie weit entgegengekommen, doch um ein Werk von mehr als zehn Jahren nicht ins Leere laufen zu lassen, sei dieser Schritt unausweichlich gewesen. „Nichts Persönliches, maximaler Respekt und maximale Wertschätzung, aber Regeln sind Regeln“, sagte er.

Antonellis Umfeld hält laut Gazzetta dello Sport dagegen daran fest, im Rahmen der Legalität gehandelt zu haben und dies in den kommenden Anhörungen belegen zu können. Im Verfahren könnten Toto Wolff und Gwen Lagrue als Zeugen geladen werden. Eine weitere Anhörung in Bologna wird nach dem Grand Prix von Monza erwartet.

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