Toto Wolff: Ich feuerte 2016 Hamilton und Rosberg kurzzeitig

Toto Wolff sagt, er habe Lewis Hamilton und Nico Rosberg nach dem teaminternen Crash in Barcelona 2016 per E‑Mail aus dem Mercedes‑Team geworfen und sogar Mercedes‑CEO Dieter Zetsche um eine Absegnung gebeten. Der Mercedes‑Teamchef schilderte das in einem Interview mit The Athletic. Der Auslöser war der Startunfall der beiden auf dem Circuit de Barcelona‑Catalunya.

In Spanien reiste Rosberg mit 43 Punkten Vorsprung an, Hamilton stand auf Pole. Rosberg setzte sich in Kurve 1 vor ihn. Hamilton versuchte in Kurve 3 zu kontern, es kam zur Berührung in Kurve 4, beide schieden aus. Laut Wolff wiederholte sich das Muster wenige Rennen später in Österreich, wo ein weiterer Kontakt Rosberg vom ersten auf den vierten Platz zurückwarf und Hamilton gewann.

Wolff beschrieb den Moment, in dem er zu drastischen Mitteln griff: „2016 sind Rosberg und Hamilton kollidiert, und dann sind sie wieder kollidiert. Also habe ich sie gefeuert“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic. Er rief nach eigener Darstellung Zetsche an und bat um Rückhalt: „Hören Sie zu, Sie müssen etwas unterschreiben“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic. Auf Zetsches Rückfrage, ob er wirklich beide Fahrer loswerden wolle, antwortete Wolff: „Ja, weil sie sonst nicht verstehen, wie wichtig das Interesse der Marke und des Teams über ihrem eigenen steht“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic.

Die Maßnahme begann per Mail. „Im Moment seid ihr nicht Teil des Teams“, hieß es an Hamilton und Rosberg, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic. Er holte sie wenige Tage später ins Büro, räumte aber ein, dass er die Schuld nicht klar zuordnen konnte. „Es ist nie 100 Prozent. Es kann 50‑50 sein, 51‑49, 70‑30“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic. Die persönliche Fehde sei zu stark geworden. „Ihre persönliche Rivalität hat die Oberhand gewonnen. Aus einem fairen Wettbewerb wurde Rivalität, dann Feindseligkeit. Das lasse ich in der Organisation nicht zu“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic.

Wolff setzte ein Ultimatum. „Wenn es wieder passiert, muss einer gehen“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic. „Und ich könnte den Falschen wegschicken“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic.

Er verwies auch auf die Verantwortung gegenüber der Belegschaft. „Menschen, die in den Mercedes‑Werken arbeiten und ihre Hypotheken abbezahlen müssen, was denken die? Dass ihr zwei zusammenfahrt, weil ihr euch nicht mögt? Das betrifft direkt das Leben von zweieinhalbtausend Menschen. Wer glaubt ihr, wer ihr seid?“, sagte Toto Wolff, Mercedes‑Teamchef, im Interview mit The Athletic.

Am Ende musste er nicht entscheiden. Laut Wolff gewann Rosberg den Titel 2016 gegen Hamilton und erklärte fünf Tage nach Saisonende mit 31 Jahren seinen Rücktritt.