Lance Stroll hat in Suzuka offen eingeräumt, dass Aston Martins Probleme 2026 nicht allein am neuen Honda‑Antrieb hängen. Er bezog ausdrücklich auch das von Adrian Newey entworfene AMR26‑Chassis ein. „I think it is a combination of power unit and car,“ sagte der Aston‑Martin‑Fahrer zu Medien einschließlich RacingNews365 beim GP von Japan 2026 in Suzuka.
Damit räumte Stroll ein, was die Zeiten schon andeuten: Das Auto verliert überall. „We're definitely losing huge amounts of time on the straights, but we're not the rippiest beast in the corners, so it is a combination of things,“ erklärte der Kanadier nach dem Qualifying in Suzuka. Laut Stroll ist der Rückstand auf den Geraden groß, doch auch im Kurventeil fehlt es dem AMR26 an Biss. Es klingt nach einem Auto, das weder im Top‑Speed noch im mechanischen und aerodynamischen Fenster dort ist, wo es sein müsste.
Die bisherige Saisonbilanz des 27‑Jährigen passt dazu. Nach drei Rennen 2026 sah Stroll die Zielflagge noch nicht regulär. In China und in Japan fiel er aus. In Australien wurde er nicht klassifiziert und beendete das Rennen 15 Runden hinter Sieger George Russell im Mercedes. Diese Zahlen unterstreichen, wie hart die Eröffnungsphase für Aston Martin verlief.
Stroll machte auch den engen Kalender als Bremsklotz für kurzfristige Upgrades aus. „Progress in Formula 1 is never fast enough, so right now there's no progress because we've been in China and then came straight to Japan,“ sagte der Aston‑Martin‑Fahrer in Gesprächen in Suzuka. Zwischen Shanghai und Suzuka blieb kaum Zeit, Teile zu testen oder Set‑up‑Richtungen zu verifizieren. Das Team musste mit dem arbeiten, was im Lkw lag.
Trotzdem skizzierte Stroll einen Fahrplan, ohne Wirkung zu versprechen. „We haven't had much time to throw things at the car in terms of development, but we have a plan for the next few months, and what that brings in lap-time, time will tell,“ so der Aston‑Martin‑Fahrer in Suzuka gegenüber Medien einschließlich RacingNews365. Konkrete Inhalte nannte er nicht, aber die Botschaft ist klar: Aston Martin sieht die Baustellen bei Power Unit und Chassis und will beides parallel anpacken.
Dass Stroll das Chassis offen mitnennt, ist bemerkenswert. Der AMR26 trägt die Handschrift von Adrian Newey, doch der Fahrer macht deutlich, dass das Paket als Ganzes derzeit nicht dort ist, wo Aston Martin es braucht. Auf einer Strecke wie dem Suzuka Circuit, der Motorleistung und Kurvenspeed gleichermaßen fordert, trat das doppelte Defizit besonders deutlich zutage, wie Strolls Aussagen nahelegen. Jetzt muss die Entwicklung greifen, sobald der Kalender wieder Luft lässt.