George Russell hat enthüllt, dass er Toto Wolff bereits vorgeschlagen hat, mit einem Mercedes-Formel-1-Auto auf der Nürburgring-Nordschleife den absoluten Rundenrekord anzugreifen, das Thema für ihn im aktuellen Titelkampf aber klar nachrangig ist.
Der Mercedes-Pilot sagte gegenüber PlanetF1.com und weiteren Medien: „Ich habe einmal versucht, mit Toto darüber zu sprechen, das F1-Auto dort herumzufahren und den absoluten Rundenrekord zu brechen.“ Damit bestätigte Russell erstmals offen, dass er die Idee intern bei Mercedes selbst angestoßen hatte.
Ganz vom Tisch scheint der Plan nicht zu sein, realistisch ist er derzeit aber nicht. Auf die Frage von PlanetF1.com, ob Wolff zu dem Nordschleife-Vorhaben „nein“ gesagt habe, antwortete Russell lachend: „Wir müssen einen Weg finden, die richtige Bodenfreiheit hinzubekommen. Vielleicht eines Tages!“
Russells Interesse an der Nordschleife ist nach eigenen Angaben auch durch Max Verstappen weiter gewachsen. Er sagte, er habe „Max’ Rennen auf der Nordschleife“ verfolgt und würde die Strecke selbst „eines Tages“ sehr gern fahren. Verstappen startet bei den 24 Stunden Nürburgring in einem Mercedes-AMG GT3 EVO zusammen mit Lucas Auer, Dani Juncadella und Jules Gounon.
Russell machte auch deutlich, dass die Faszination für die Strecke nicht nur theoretisch ist. Er sei dort „schon gefahren“ und habe „hunderte Runden im Simulator rund um die Nordschleife“ absolviert. Der Maßstab für einen solchen Versuch wäre der absolute Nordschleifen-Rekord von Timo Bernhard, der 2018 im Porsche 919 Hybrid Evo eine 5:19,546 fuhr.
Trotz aller Begeisterung sieht Russell das Projekt derzeit als Zukunftsthema. „Im Moment konzentriere ich mich darauf, eine F1-Weltmeisterschaft zu gewinnen“, sagte er. Mit Blick auf Verstappens vier WM-Titel ergänzte Russell scherzhaft: „Hoffentlich kann ich, wenn ich vier auf dem Konto habe, auch während meiner F1-Saison auf der Nordschleife fahren.“ Das Thema muss damit warten, solange Russell in der Formel 1 um den Titel kämpft und in der Fahrerwertung 20 Punkte hinter Teamkollege Kimi Antonelli auf Rang zwei liegt.
© Jonathan Borba