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Russell: Mercedes priorisiert Starts vor Miami

Mercedes hat drei der ersten drei Grands Prix und den China-Sprint gewonnen. Trotzdem ist George Russell mit einem Punkt unzufrieden: Weder er noch Kimi Antonelli lag nach Runde eins vorne, obwohl Mercedes in dieser Phase der Saison viermal die erste Startreihe komplett besetzte. Vor der Rückkehr der Formel 1 in Miami sagt Russell deshalb, dass die Starts für Mercedes gerade ganz oben auf der Liste stehen.

Russell, Mercedes-Fahrer, sprach darüber bei einem Pirelli-Reifentest auf dem Nürburgring mit Sky Deutschland. Dort sagte er, die Starts seien trotz des starken Saisonbeginns die klare Schwachstelle des Teams. Mercedes hat nach seinen Angaben in den ersten drei Rennwochenenden und im Sprint in China vier Front-Row-Lockouts geholt, aber diesen Vorteil nie bis nach der ersten Runde verteidigt.

Russell sagte Sky Deutschland am Nürburgring: „Im Hintergrund läuft enorm viel.“ Er erklärte, dass das Team das Problem nicht einfach auf der Strecke durch endlose Wiederholungen lösen kann. „Unser Sport ist schwierig, weil man nicht so viel trainieren kann. Das Reglement verbietet uns zu fahren“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, Sky Deutschland am Nürburgring. Nach seinen Angaben bleibt deshalb vor allem Analysearbeit. Mercedes verbringt laut Russell „viele Tage im Simulator, analysiert die ersten drei Rennen und schaut auf die nächsten beiden, die anstehen“.

Auch der aktuelle Test hilft bei diesem Thema nicht direkt weiter. Russell sagte Sky Deutschland am Nürburgring: „Wir sind hier, weil es ein Pirelli-Test und ein Reifentest ist, wir dürfen keine Starts üben. Das ist bei jedem Team gleich, wenn es Reifentests macht. Wir arbeiten viel im Hintergrund und analysieren die Daten.“ Mercedes kann also Daten sammeln, aber die eigentlichen Launches nicht unter realen Testbedingungen durchspielen.

Russell sagte Sky Deutschland am Nürburgring, dass Mercedes intern bereits Ansatzpunkte gefunden zu haben glaubt. „Natürlich würden wir gern jede Menge Starts fahren. Wir haben ein paar Ideen, warum wir bei den Rennstarts zu kurz gekommen sind, und hoffen, darauf aufbauen zu können“, sagte er. Mehr als diese Einordnung gab Russell nicht preis, aber seine Aussagen deuten darauf hin, dass Mercedes die ersten drei Rennwochenenden inzwischen ziemlich genau zerlegt.

Der Zeitdruck ist trotzdem da. Die Saison startet am 3. Mai in Miami nach einer fünf Wochen langen Pause wieder, und Russell verwies bei Sky Deutschland schon auf das, was direkt folgt. „Wenn wir zurückkommen, gibt es mit Miami und Montreal zwei Sprint-Rennen, also geht es voll zur Sache“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, am Nürburgring im Gespräch mit Sky Deutschland.

Mercedes hat also fast alles richtig gemacht, wenn man nur auf Siege und Startplätze schaut. Russell macht aber klar, dass das Team den Blick auf die eine Sache richtet, die bisher offenliegt: den ersten Moment, wenn die Lichter ausgehen.