© Eterna

Ricciardo schließt Renn-Comeback nicht aus

Daniel Ricciardo hat ein künftiges Comeback im Motorsport nicht ausgeschlossen, machte aber klar, dass eine Rückkehr für ihn nur aus Freude am Fahren infrage käme und nicht als neue Titeljagd.

Im Speed-Street-Podcast sagte der achtmalige Grand-Prix-Sieger, er wolle die Tür nicht komplett schließen. „Ich will einfach reif genug sein und die Sache nicht so schwarz-weiß sehen, denn man soll nie nie sagen“, sagte Ricciardo. Zugleich betonte er, dass er sein Leben abseits des Wettbewerbs derzeit genieße: „Ich genieße es im Moment wirklich, nicht zu fahren, die kleinen Dinge im Leben zu genießen und nicht ständig auf einer Bühne stehen zu müssen.“

Ricciardo ist seit seinem abrupten Aus bei Racing Bulls mitten in der Formel-1-Saison 2024 nicht mehr in der Königsklasse gefahren. Sein Verlust des Cockpits an Liam Lawson hatte das Fahrerlager damals überrascht. Inzwischen arbeitet der Australier als globaler Botschafter von Ford Racing.

Anfragen aus anderen Rennserien habe es nach seinem Formel-1-Aus durchaus gegeben, darunter aus den australischen Supercars, der NASCAR und der IndyCar-Serie. Diese Nachfragen seien zuletzt aber weniger geworden. „Ich werde in letzter Zeit etwas seltener gefragt, weil ich vermutlich genug Leuten eine Antwort gegeben habe“, sagte Ricciardo.

Entscheidend ist für ihn, dass ein mögliches neues Engagement nicht vom Druck auf Ergebnisse bestimmt wäre. Er wisse nicht, wie er „in drei oder fünf Jahren“ darüber denken werde, sagte Ricciardo, aber im Moment sei seine Haltung klar: Wenn er eines Tages noch einmal fahre, dann „definitiv eher aus Spaß als mit dem Gedanken: Ich jage irgendeiner Meisterschaft hinterher“. Einen Pokal brauche er nicht mehr. Gerade dieser Fokus auf Trophäen könne dem Rennsport manchmal den Spaß nehmen.

Ricciardo erklärte auch, warum sich sein Verhältnis zum Motorsport seit dem Rückzug verändert hat. Gegen Ende seiner Karriere habe er sich gefragt, warum er den Sport überhaupt liebe, und deshalb bewusst Abstand genommen. Besuche bei anderen Rennveranstaltungen hätten dann „eine gesunde Beziehung“ zum Motorsport wieder aufgebaut. Genau deshalb würde eine Rückkehr für ihn nur Sinn ergeben, wenn sie sich wieder nach Freude anfühlt und nicht nach neuer Beweislast.