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Red Bull setzt Iwasa in Barcelona für FP1 ein

Ayumu Iwasa fährt am Freitag im ersten freien Training zum Grand Prix von Spanien in Barcelona den RB22 von Isack Hadjar und erfüllt damit eine der für 2026 vorgeschriebenen Rookie-Sessions von Red Bull.

Für das Team ist der Einsatz mehr als eine formale Pflichtaufgabe. Red Bull betont vor dem Wochenende die Bedeutung des Qualifyings auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya: In 32 der vergangenen 35 Austragungen startete der Sieger aus der ersten Reihe. Auf einer Strecke mit schnellen Kurven, langgezogenen Passagen und einer langen Geraden soll die frühe Trainingsarbeit deshalb helfen, ein belastbares Wochenende aufzubauen.

Genau das macht den Tausch für Hadjar heikel. Der Franzose kommt mit Rückenwind aus Monaco, wo er sein erstes Podium mit dem Team holte, verliert nun aber ausgerechnet auf einer wichtigen Referenzstrecke eine komplette Trainingsstunde. Hadjar selbst bezeichnete die Rückkehr nach Barcelona nach den dortigen Testfahrten als guten Maßstab, um zu sehen, welche Fortschritte Red Bull gemacht hat. "Es war ein besonderer Moment, mein erstes Podium mit dem Team in Monaco zu holen", sagte Isack Hadjar in den Teamkommentaren vor dem Spanien-GP. Die Podien der vergangenen Rennen zeigten die Fortschritte, die Mannschaft habe aber "noch viel Arbeit" vor sich, wenn sie dauerhaft um die Spitzenplätze kämpfen wolle.

Für den 23-jährigen Iwasa ist es der erste Einsatz des Jahres und sein erster offizieller Auftritt in einem aktuellen Formel-1-Auto von Red Bull Racing. Der Japaner sagte, er freue sich auf die FP1 in Barcelona. Sein letzter Einsatz in einem Formel-1-Auto liege seit dem Test in Abu Dhabi im vergangenen Jahr zurück, daher werde es "eine neue Erfahrung" mit dem aktuellen Auto und dem aktuellen Reglement. Zur Vorbereitung habe er viel Zeit im Simulator verbracht, um auf der Strecke so viel wie möglich zu lernen und dem Team in der Session zu helfen.

Auch Max Verstappen richtet den Blick in Barcelona auf die Aussagekraft der Strecke. Nach dem enttäuschenden Wochenende in Monaco habe sich das für ihn "wie eine unerledigte Aufgabe" angefühlt, sagte der Red-Bull-Fahrer in den Teamkommentaren. Barcelona sei mit seinen Hochgeschwindigkeitskurven, den langen Kurven und der langen Gerade "ein guter Test" und es werde interessant sein zu sehen, "ob wir einen guten Schritt nach vorn gemacht haben". Gerade deshalb ist die erste Stunde in Hadjars Auto für Red Bull nicht nur eine Reglementvorgabe, sondern ein wichtiger Teil der Datensammlung auf einer Strecke, die oft früh zeigt, wie konkurrenzfähig ein Paket wirklich ist.